2. Mai 2012

1.Männer teilen sich die Punkte mit Angermünde

23.04.2012-HSGI-Angermuende

23.04.2012-HSGI-Angermuende

Im Nachhinein konnte sich auf Seiten der HSG eigentlich niemand über die Punkteteilung beschweren, tat man sich doch über die gesamte Spielzeit recht schwer mit dem Gegner aus der fernen Uckermark. Auch Trainer Leuendorf resümierte danach einen unter Anbetracht der gesamten Umstände glimpflichen Ausgang der Partie. Nach einem stark umkämpften Match trennten sich die Verbandsliga-Männer der HSG und die Gäste von HC ’52 Angermünde am vergangenen Samstagnachmittag mit 19:19 unentschieden. Nach nunmehr 18 Partien in der Verbandsliga-Nord belegt die HSG mit 16:20 Zählern aktuell den sechsten Rang und ist damit auch rechnerisch dem Abstiegsgespenst erfolgreich entwischt.

Die dem Punktgewinn vorangegangenen 60 Minuten waren ein stets knappes und von beiden Abwehrreihen dominiertes Spiel. Beide Teams starteten sehr verhalten, wobei die HSG bis zur zehnten Spielminute (3:1) noch leichte Vorteile für sich verzeichnen konnte. Nach einer Viertelstunde hatten die Gäste beim 4:4 wieder Anschluss gefunden und gingen danach ihrerseits knapp in Front (5:6, 18′), was Heim-Trainer Leuendorf zur ersten Auszeit veranlasste. Sein Team hatte bis dato hauptsächlich Schwierigkeiten mit der Angermünder Defensive und rannte sich zu oft darin fest. Auch nach der taktischen Neuausrichtung hatten die Hausherren ihre Mühe, das Angriffsspiel erfolgreicher zu gestalten. Über die Spielstände 6:7 (20′) und 8:10 (27′) blieben die Kontrahenten zunächst stets auf Augenhöhe. Beim verhältnismäßig niedrigen Torestand von 9:11 gings in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen fort, wobei die „Erste“ bis zur 40. Minute (10:13) stets mit zwei bis drei Treffern im Rückstand lag. Als die HSG-Männer beim 15:15 (44′) wieder dran waren, schien das Spiel zu kippen. Die Uckermärker verstanden es jedoch gut, der HSG durch ihre recht unangenehme Spielweise immer wieder den Wind aus den Segeln zu nehmen. So gestalteten diese ihr Angriffsverhalten im zweiten Durchgang zusehens mit passiven Spiel, zeigten teils wenig bis gar keinen Zug zum Tor und kamen dennoch nach teils minutenlangen Angriffsversuchen immer wieder zu ihrem Führungstreffer. Warum dies durch die Unparteiischen nie unterbunden wurde, bleibt leider ein Rätsel. In der Schlussviertelstunde rannten die Hausherren ständig dem 1-Tore-Rückstand und auch der Spielzeit hinterher. Ein Führungstreffer blieb den zweifelsohne engagierten HSG-Akteuren bis zum Schluss verwehrt. Über die Stände 16:16 (50′) und 18:18 (54′) verstrichen die letzten Minuten, die durch den knappen Spielstand, Timeout-Pausen für beide Mannschaften und etliche Spielunterbrechungen reichlich zerfahren waren.

Knappe 60 Sekunden vor dem Ende hatten die Hausherren nochmal den Vorteil des Ballbesitzes, konnten diesen aber nicht in den entscheidenen Treffer ummünzen. Ein nach Ablauf der Spielzeit auszuführender Freiwurf für Angermünde erhöhte zwar die Dramatik, brachte aber nichts ein, sodass beide Verbandsliga-Rivalen schlussendlich mit der Punkteteilung vorliebnehmen mussten. Am kommenden Wochenende muss das Team um Trainer Leuendorf zum Revier-Derby nach Potsdam reisen. Das Spiel wird ab 14:00 Uhr in der Sporthalle am Kirchsteigfeld ausgetragen. Die Potsdamer Handballer brauchen weitere Zähler auf der Habenseite, um nicht noch mit einer eventuell drohenden Relegation konfrontiert zu werden. Die HSG-Sieben dagegen will ihren sechsten Platz unbedingt behalten und in der Endabrechung ein versöhnliches Saisonergebnis erzielen.

mj

 

Fotos vom Spiel (von Julius Frick) hier


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