14. Februar 2017

BrL-F: Eine gute Halbzeit reicht nicht


HSG Ahr. /Sch. – HV GW Werder 22:24 (13:9)

Der HV Grün-Weiß Werder zu Gast in der Sporthalle Ahrensdorf, oder eben der Zweite zu Gast beim Ersten. Das klingt schon auf dem Papier nach Spannung. Da der HV zudem auf eine Revanche für die 7- Tore- Pleite aus dem Hinspiel pochte, konnten sich sowohl HSG- Anhänger als auch mitgereiste Werder-Fans auf ein packendes Duell freuen.

Sichtlich motiviert starteten die Ahrensdorferinnen in die Partie und übten entsprechend Druck auf die Werderaner Abwehr aus. Die Gäste ihrerseits begannen das Spiel eher behäbig und taten sich im Positionsangriff schwer, weil die HSG ihnen oftmals einen Schritt voraus war. So war die 4- Tore- Führung der Gastgeber nach einer Viertelstunde durchaus berechtigt (6:2). Die Spielerinnen aus Werder zeigten sich von ihrem Rückstand aber wenig beeindruckt und sicherten sich kurze Zeit später den Anschlusstreffer zum 6:5 (20’). Davon ließen sich die Ahrensdorferinnen aber nicht aus dem Konzept bringen und blieben sich ihrer Spielweise bis zum Halbzeitpfiff treu. Der 13:9- Pausenstand war für die HSG ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Klar war aber auch: Für die zwei Pluspunkte würde eine Fortsetzung der gezeigten Leistung auf jeden Fall notwendig sein – soweit die Theorie.

In der Praxis jedoch begannen die Gastgeberinnen die zweite Spielhälfte eher verhalten und verpassten damit die Gelegenheit, sich nach dem Seitenwechsel weiter abzusetzen. In den Unsicherheiten der HSG sahen die Spielerinnen aus Werder ihre Chance: Der HV agierte nun im Abschluss präziser und mauserte sich Stück für Stück in Front. 46 Minuten mussten die Anhänger Werders warten, ehe sie nach dem 0:1 erneut die Führung ihrer Mannschaft feiern konnten (17:18). Die HSG-Angriffe hingegen blieben in dieser Phase erfolglos, weil die Ahrensdorferinnen ihre Offensivaktionen nicht überzeugend durchbrachten; und auch in der Deckung zeigte sich die HSG nicht mehr so präsent. Das brachte die Gastgeber zusehends in Bedrängnis. In den darauffolgenden Spielminuten war es dann vor allem die Nervosität, die auf Ahrensdorfer Seiten das Spiel prägte. Als kaum noch was gelingen wollte, sahen sich die HSG-Spielerinnen ratlos an. Vielleicht einen Moment zu lang: Ans Aufgeben war bei den Gastgeberinnen zwar nicht zu denken, aber am Ende fehlte ihnen für eine Wiedergutmachung schlichtweg die Zeit. Und als sich die HSG noch einmal aufraffte, den Rückstand zu verkürzen, war beim 22:24-Stand Schluss. Unterm Strich gibt das einen Punkt für die gute erste Halbzeit und einen Extrapunkt für die Einstellung, sich ins Spiel zurück zu kämpfen. Das Punktesystem im Ligabetrieb funktioniert da aber eher leidenschaftslos – wer beim Abpfiff weniger Tore hat, geht leer aus.

Der Blick der HSG- Frauen bleibt aber trotzdem nach vorn gerichtet. Zum einen, weil sie noch immer ganz oben in der Tabelle stehen und zum anderen, weil am kommenden Samstag der Konkurrent aus Doberlug- Kirchhain die HSG empfängt.

as

Danke an Christian Walter für das Bild vom Spiel!

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