21. Februar 2017

BrL-F: Erfolgreicher Auftritt in Doki


VfB Doberlug- Kirchhain – HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst 24:27 (11:13)

Wie unangenehm Spiele in Doberlug- Kirchhain verlaufen können, wissen die HSG-Frauen aus eigener Erfahrung. In den letzten zwei Jahren mussten sich die Ahrensdorferinnen jeweils knapp geschlagen geben, dieses Mal allerdings konnte sich die HSG dank einer überzeugenden Teamleistung gegenüber den Gastgebern behaupten.

Zu Beginn jedoch stellte der VfB seine Heimstärke augenblicklich unter Beweis, als die Mannschaft nach drei Minuten 3:0 in Führung ging – höchste Zeit für die Gäste, endlich auszuschlafen. Gesagt, getan, schalteten die Ahrensdorferinnen allmählich den Kopf ein und auf dem Feld einen Gang höher. Fünf Tore in Folge und schon zogen die HSG- Damen an ihrem Gegner vorbei (3:5, 10’). Ihren Vorsprung konnten die Gäste bis zur 16. Minute halten. Dann aber ließen sie sich mehrfach in Folge zu überhasteten Aktionen in der Offensive verleiten und sahen sich auf einmal selbst wieder mit zwei Toren im Rückstand (9:7). Dass der Abstand nicht größer wurde, verdankten die Ahrensdorferinnen besonders ihrer Rückzugsbewegung: So schnell der Ball manchmal im Angriff verloren ging, so schnell waren die Gäste auch wieder zurück, um den eigenen Strafraum zu verteidigen. Mit voranschreitendem Spielverlauf festigte sich dann auch die HSG- Abwehr, das wiederum gab Selbstvertrauen für den eigenen Torabschluss. So verschaffte sich der Tabellenführer aus Ahrensdorf/ Schenkenhorst kurz vor der Halbzeit erneut etwas Luft zum VfB (10:13, 28’).

Viel deutlicher wurde die Partie aber nicht. Denn sowohl die Gastgeberinnen als auch die HSG überzeugten zwischendurch mit gelungenen Spielzügen, leisteten sich im Gegenzug aber auch immer mal wieder kleinere Fehler. Diese galt es in den zweiten 30 Minuten auf ein Minimum zu reduzieren. Der Plan für die zweite Halbzeit war dementsprechend klar: Die Führung weiter ausbauen, um eine hitzige Schlussphase zu vermeiden. Das macht nämlich nicht nur drei Euro für’s Phrasenschwein, sondern führt im schlechtesten Fall auch zu Minuspunkten. Darauf schien es der VfB anzulegen, denn bis zum 17:18 (39’) bot der Tabellenzehnte der HSG Paroli. Dann aber steigerten sich die Ahrensdorferinnen in der Defensive, eroberten sich ihre Bälle und zogen binnen weniger Minuten auf vier Tore davon (17:21). Die HSG ließ sich weder von Unterzahlsituationen noch von den wechselnden Abwehrvarianten der Gegner beirren und fand nun immer häufiger Mittel und Wege, den Ball im VfB-Tor unterzubringen. Während die Ahrensdorferinnen Stück für Stück ihre Leistung hochschraubten, schien dem Gastgeber eine Viertelstunde vor Spielende die Luft auszugehen. Und als die HSG zwischenzeitlich bis auf fünf Tore davongezogen war, rückte ein VfB- Sieg in weite Ferne. Für den 13. HSG-Erfolg sah es hingegen gut aus, auch wenn einige Nachsichtigkeiten und Abpraller, die den Gastgeberinnen wieder in die Hände fielen, ein deutlicheres Ergebnis verhinderten. Da aber die Gerberstädterinnen nicht weiter als drei Treffer heranzukommen vermochten, musste niemand im HSG- Lager um die Punkte 25 und 26 bangen.

Die Ahrensdorferinnen bleiben damit an der Tabellenspitze. Damit sich daran auch nichts ändert, wird sich die HSG in den kommenden Trainingseinheiten intensiv auf den MTV Altlandsberg vorbereiten. Nach vier erfolglosen Auftritten in Folge steht die Mannschaft aktuell auf Rang 5 – es bleibt den Spielerinnen also eigentlich nur die Flucht nach vorn. Anpfiff in Ahrensdorf ist am Samstag wie üblich 16:00 Uhr.

as

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