12. September 2019

BrL-F: I. Frauen mit Neustart in der Brandenburgliga – Interview mit Trainer Jens Bermig


von links nach rechts: Luise Kowalski, Sophia Baum, Trainer Jens Bermig, Patricia Estel und Sarah Tondera

Ahrensdorf – So ziemlich alles hat sich bei den I. Frauen der HSG zur neuen Spielzeit 2019/2020 verändert. Eine Mannschaft mit neuem Gesicht, neuer Trainer und neue Spielklasse. Nach zwei Jahren Zugehörigkeit zu Oberliga Ostsee-Spree hatte sich der Verein unabhängig vom sportlichen Ausgang der Saison 2018/2019 für einen Rückzug aus der vierthöchsten Spielklasse entschieden und tritt mit seinem I. Damen-Team ab sofort wieder in der Brandenburgliga an. Damit einhergehend hat auch ein Umbruch innerhalb des Kaders stattgefunden. Nach Pauline Werner, Anabell Radant, den Schwestern Claudia Paul und Juliane Raupach (alle Karriereende), Josefine Gorka (zur SG OSF Berlin) haben kurz vor Saisonstart auch noch Liesa Fuchs und Sylvia Kalina (beide zum MTV Altlandsberg) die Mannschaft verlassen.

Auch an der Seitenlinie hat die Mannschaft ein neues Gesicht. Trainer Kai Kischel hat das Team nach drei tollen Jahren inklusive Aufstieg in die Oberliga abgegeben und betreut in der neuen Spielzeit nun die I. Männermannschaft des Vereins. Seinen Staffelstab hat Jens Bermig übernommen, der vom letztjährigen Liga-Kontrahenten SV 63 Brandenburg-West zur HSG gewechselt ist. Wir haben uns mit Jens Bermig über die kommende Spielzeit unterhalten.

 

Redaktion: Hallo Jens, herzlich Willkommen bei der HSG-Familie! Erstes Spiel – erster Sieg? Bist du zufrieden mit der Leistung vom letzten Wochenende?

Jens: „Hallo zusammen und vielen Dank! Klar bin ich zufrieden, wobei mich die Truppe auch ein bisschen überrascht hat. Wir waren zwar kompakt in der Deckung, haben im Angriff aber klarste Chancen liegen gelassen. Durch eine Schwächephase in der 2. Halbzeit sind wir nicht weggezogen. Da müssen wir noch resoluter werden. Die Stimmung war aber gut, obwohl wie ersatzgeschwächt waren. Nächste Woche kommt Rangsdorf, das wird sicherlich ein Stück schwerer“.

Redaktion: Wie ist es dir in den ersten Wochen bei uns ergangen bzw. was hat sich an unserem Verein gereizt?

Jens: „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen von Mannschaft und Vorstand, das war toll. Die Mädels sind alle sehr nett und ich fühle mich jetzt schon sehr heimisch. Letztendlich sind der gesamte Verein und seine Aufstellung für mich überzeugend. Hier steht alles auf gesunden Füßen. Und man ist hier sehr realistisch und alles ist sehr unkompliziert. Ich bin froh, hier zu sein!“.

Redaktion: Du warst zuletzt beim SV 63 Brandenburg-West Trainer der I. Frauen in der OOS-F und bist, wie unsere HSG, mit deinem Team abgestiegen. Wie lange warst du dort aktiv und was waren deine vorherigen Stationen als Trainer?

Jens: „Ich war mit einem Jahr Unterbrechung ganze 19 Jahre Trainer beim SV 63, habe dort die Frauen und Kinder im männlichen Nachwuchs-Bereich trainiert“.

Redaktion: Sicherlich hast du auch eine eigene Handball-Vergangenheit, oder?

Jens: „Klar, ich habe auch aktiv gespielt – angefangen in Lehnin zu Ost-Zeiten, später in Werder, Wusterwitz und zu Studentenzeiten in Dresden. Ich bin also schon ein bisschen rum gekommen“.

Redaktion: Die Mannschaft muss ja etliche Abgänge verkraften und hat ein ganz anderes Gesicht als in der letzten Saison. Können diese kompensiert werden?

Jens: „Wir wollen und müssen diese Abgänge natürlich kompensieren. Als Neuzugang können wir Patricia Estel von der niedersächsischen SV Munster begrüßen. Sie war ja schon mal bei euch aktiv, hatte die HSG im Jahr 2006 verlassen und ist nun wieder zurückgekehrt. Außerdem ziehen wir die drei Spielerinnen Sarah Tondera, Luise Kowalski und Sophia Baum fest aus der II.Frauenmannschaft hoch. Weiterhin planen wir mit drei Spielerinnen aus der weiblichen Jugend A, die ein Doppelspielrecht bekommen werden“.

Redaktion: Was erwartest du von den Mädels bzw. welche Saisonziele habt ihr euch vorgenommen? 

Jens: „Wir wollen uns natürlich zuerst mal finden und als Mannschaft zusammenwachsen. Sportlich gesehen wollen wir aber schon im vorderen Mittelfeld ankommen“.

Redaktion: Wie schätzt du die Liga und eure Gegner ein?

Jens: „Von den Namen her denke ich, dass es die stärkste Brandenburgliga seit einigen Jahren ist, wobei 3 bis 4 Mannschaften um die Meisterschaft mitspielen können. Ich halte die Liga also für sehr stark!“.

Redaktion: Danke Jens! Wir danken dir für das Gespräch, wünschen dir viel Erfolg bei uns und freuen uns auf die neue Saison mit den I. Frauen!

 

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