17. Januar 2017

BrL-F: Wer kämpft, wird belohnt


HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf – HSG Ahr./ Sch. 19:23 (7:10)

Neujahrsmüdigkeit oder Winterschlaf, allein mit jahreszeitlichen Phänomenen lässt sich das Auftreten der HSG am vergangenen Spieltag sicher nicht erklären. Dass die Hinrunde am Ende aber noch als “Nullnummer” abgeschlossen wurde, haben die Ahrensdorferinnen vor allem ihrer Entschlossenheit zu verdanken, mit der sie die Punkte 21 und 22 bei der HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf erkämpften.

Zunächst starteten beide Mannschaften mühsam in die Begegnung. Die Teltower profitierten dabei von der zu passiven Deckung ihrer Gäste; diese wiederum machten sich die Fehler der Heimmannschaft zu eigen. Und so hielten sich der Acht- und der Erstplatzierte der Liga vorerst gegenseitig in der Partie. Viele Tore bekamen die Zuschauer dabei nicht zu sehen, nach gut fünfzehn gespielten Minuten leuchtete lediglich ein 4:4 auf der Anzeigetafel. Obwohl die HSG als Tabellenführer mit reichlich Selbstvertrauen in Stahnsdorf hätte aufspielen sollen, hatten die Ahrensdorferinnen sichtlich Schwierigkeiten damit, sich ihren Weg durch die gegnerische Abwehr zu bahnen. Erst dank einer Überzahlsituation verschafften sich die Gäste im Laufe der ersten Halbzeit mit dem Zwischenstand von 4:7 (21’) etwas Luft. Trotzdem herrschte auf der HSG-Bank nur mäßig Zufriedenheit, weil die Inhalte der vergangenen Trainingseinheiten nur in Ansätzen umgesetzt wurden. Als beim 7:10 die Sirene ertönte, war die Agenda für die Halbzeitbesprechung bereits gut gefüllt.

Vielleicht dauerte es einige Momente, bis das Besprochene in die Köpfe der HSG-Frauen durchsickerte – zumindest waren es die Gastgeberinnen, die mit Volldampf auf das Spielfeld zurückkehrten. Das war auch dringend notwendig, denn nach dem gänzlich verpatzten Auftritt gegen den SV Lok Rangsdorf in der vergangenen Woche schuldete der Aufsteiger seinem Publikum eine große Portion Wiedergutmachung. Gesagt, getan, egalisierten die Teltower die Führung der Gäste (11:11, 37’) und zogen kurz darauf sogar selbst in Front. Für die Ahrensdorfer Spielerinnen war das aber noch längst kein Grund, in Hektik zu verfallen. Schließlich wird man nicht immer nur Tabellenführer, weil jedes Spiel von Anfang bis Ende dominiert wird. Manchmal muss man sich zurückkämpfen, manchmal einen knappen Vorsprung ins Ziel retten – aber vor allem darf man sich nicht aufgeben. Dass die Ahrensdorferinnen dieses Mantra verinnerlicht haben, bekam dann auch Liganeuling Teltow/ Ruhlsdorf zu spüren. Entschieden war aber zunächst noch nichts, auch wenn die Gastgeber eine Viertelstunde vor Schluss erneut in Führung lagen (17:16) und allmählich zwei Pluspunkte witterten. Da war ihnen allerdings noch nicht bewusst, dass dies ihre letzte Führung in der Partie sein sollte. Für die restliche Spielzeit machte die HSG nämlich “dicht”: Zwei Tore gestatteten sie ihren Gegnern bis zum Abpfiff noch, belohnten sich selbst noch mit sieben weiteren Treffern und machten damit die Hinrunde perfekt – elf Spiele, elf Siege, mehr geht punktemäßig nicht.

Damit die Serie auch in der Rückrunde fortgesetzt wird, richtet sich der Fokus schon auf das kommende Wochenende, wenn die HSG- Damen dann am Samstag beim HV Luckenwalde 09 antreten werden.

as

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