12. Mai 2018

BrL-M: chaotische Auswärtsreise ohne Ertrag zum Saisonfinale


SV Berolina Lychen – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (15:14) 29:26

„Das war gar nichts“ kann das kurze und knappe Resümee des letzten Saisonspiels der HSG-Männer bei der SV Berolina Lychen lauten. Der bereits vor dem letzten Spieltag sichergeglaubte Klassenerhalt ließen Druck und Konzentration bei der HSG-Reisegruppe scheinbar schon in der Woche vor dem Spiel größtenteils entweichen und hätten schon im Vorfeld als Indikator auf einen Misserfolg gedeutet werden können. Außerdem kamen die Gelb-Blauen deutlich später als geplant in der „Flößerstadt“ an und hatten enstprechend Zeitnot bei der Vorbereitung auf das letzte Match. Alles in allem ein chaotischer letzter Auftritt zum 22. und gleichzeitig letzten Spiel der aktuellen Spielzeit, welche die HSG am Ende auf dem siebten Tabellenplatz beendet. Die Gelb-Blauen schauen dabei auf eine äußerst holprig verlaufende Saison zurück, wobei man mit einer deutlichen Steigerung in der zweiten Saisonhälfte den drohenden Abstieg schon drei Spieltage vor Schluss verhindern konnte.

Den Voraussetzungen angepasst starteten die HSG-Männer schlecht ins Spiel und hatten von Beginn an das Nachsehen. Die Gastgeber hingegen wirkten vom Anpfiff weg schwungvoll und motiviert und belohnten sich folglich konstant mit einer Führung. Anfangs noch dicht an dicht (6:5, 10′) konnten sich die Hausherren über Gegenstöße zügig auf 11:6 (16′) absetzen. Vor allem im Angriff agierte die Schieke- Mannschaft mit zu wenig Übersicht; zu oft wurde der einfache Weg zum Tor nicht genutzt oder gar gesehen. Kurz vor der Halbzeit schlossen die Süd-Berliner wieder auf 14:13 (27′) auf, die Lychener sicherten sich aber den knappen Vorsprung bis in die Pause (15:14 Halbzeitstand).

Auch nach dem Wiederanpfiff hatten die Lychener das Moment auf ihrer Seite und kamen deutlich energischer in Gang. So gelang es jenen im weiteren Spielverlauf auch, immer mindestens zwei Tore Abstand zur HSG zu halten, in der 47. Minute waren es dann schon wieder deren Fünf (24:19). Knappe sieben Minuten vor dem Ende konnten die Gäste zweimal den Anschlusstreffer erzielen (24:23 und 25:24), der Ausgleich geschweige denn eine Führung gelang ihnen aber im gesamten Spiel nicht. Am Ende behält der zuvor bereits feststehende Absteiger von der SV Berolina mit 29:26 zurecht die Punkte zuhause, legte die Truppe aus der Uckermark an diesem Tag doch einen deutlich engagierteren Auftritt hin. Dem einen oder anderen Hopfen- Kaltgetränk war auf der langen Heimreise dennoch niemand aus dem HSG- Lager abgeneigt, war am Ende doch wieder das Minimalziel Klassenerhalt im Sack.

Weiter geht es für die HSG- Männer im Juni mit der Vorbereitung auf die kommende Saison. Dann wird bei der HSG einiges anders sein, gibt es doch auf dem Trainer-Posten eine personelle Veränderung. Bereits vor dem letzten Heimspiel gegen Rangsdorf nahmen Vorstand und Mannschaft offiziell Abschied von Trainer Steffen Schieke und seinem „Co“ Mathias Marschke, die es zurück an die Havel nach Werder zieht. Übernehmen wird Carsten Hildebrandt.

mj

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