29. September 2020

BrL-M: Endlich wieder Handball

TEST 123

Mit 7 Treffern „Man of the Match“ für die HSG – Florian Bosdorf (hier in einem früheren Spiel, Foto: C. Walter)

 

HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – Oranienburger HC II (10:14) 26:25

Wir schreiben den 07.03.2020. Die I. Männermannschaft der HSG reiste nach einem erfolgreichen Auswärtsspiel zurück nach Hause. Niemand konnte da schon erahnen, dass es erstmal das letzte Spiel für eine lange Zeit sein sollte. Anschließend kam die bittere Nachricht, dass die Saison abgebrochen werden muss. Die Höllenhunde beendeten die Spielzeit 2019/2020 auf einen doch eher enttäuschenden sechsten Platz. Nach etlichen Trainingseinheiten ohne Körperkontakt erhielt man Anfang September die Nachricht, dass Kontaktsport auch für Spieler Ü27 endlich erlaubt sei. Somit blieben noch ca. drei Wochen, um sich auf die anstehende Saison vorzubereiten. „Es war natürlich auch schwierig für uns als Trainer, die Jungs bei Laune zu halten. Doch als wir endlich die Freigabe erhielten, konnten wir das Training wieder abwechslungreicher gestalten“ erzählt Co-Trainer Heise. Nun hieß es noch schnell einige Testspiel absolvieren, bevor das Heimspiel gegen den OHC II auf dem Plan stand. In der letzten Saison gewann die HSG zuhause mit 36:30, allerdings hatte man im Rückspiel das Nachsehen (28:32). Man konnte den IST-Zustand der Mannschaft vorher schwer einschätzen, dennoch hatte man sich für die neue Spielzeit natürlich Ziele gesetzt.

Und am 26.09.2020 war es nach 203 Tagen ohne Handball endlich wieder soweit. Unter strengen Hygienevorschriften und einer begrenzten Zuschauerzahl von 100 Leuten pfiff das Schiedsrichtergespann um 18:15 Uhr das Spiel an. In den ersten 12 Spielminuten konnte die HSG stets mit ein bis drei Toren in Front gehen. Danach kippte das Spiel zugunsten der Gäste. Die HSG- Männer waren in der Abwehr einfach zu passiv und im Angriff scheiterte man immer wieder am Keeper des OHC. Folgerichtig nahm man in der 19. Spielminute beim Stand von 8:11 das Team-Timeout. „Männer, wir sind in der Abwehr einfach zu passiv, wir müssen anfangen endlich ordentlich zu zupacken. Im Angriff spielt weiter mit Geduld und versenkt den Ball endlich rein“ hieß es in der Ansprache von Trainer Kischel. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnte man dies aber nicht umsetzen und ging mit einem 10:14 Rückstand in die Halbzeitpause.

In der 34. Spielminute (11:16) glaubten viele Fans nicht mehr daran, dass das Heimteam hier noch etwas Zählbares mitnehmen könnte. Doch was sind schon fünf Tore im Handball? Richtig, nichts! Von nun an sah man den Willen der Spieler, dieses Spiel noch drehen zu wollen. Man kämpfte sich langsam wieder heran und konnte in der 53. Minute selbst wieder in Front gehen (21:20). Beim Stand von 24:25 (57′) für den OHC gab es eine aus Sicht der Gästebank sehr fragwürdige Zeitstrafe plus Strafwurf, doch diesen konnte das Heimteam nicht verwerten. Es zeichnete sich das Bild der letzten Jahre erneut ab. Nach einem doch eindeutigen Rückstand kämpfte sich das Team heran, um am Ende doch knapp als Verlierer vom Feld zu gehen. Doch Pustekuchen. In der 59. Minute konnte man den Ausgleich zum 25:25 erzielen. Der OHC versuchte das Spiel schnell zu machen, vielleicht etwas zu schnell, denn der OHC- Spieler rannte in die HSG- Abwehr und die Schiedsrichter entschieden auf Stürmerfoul. Den letzten Angriff spielten die Blau- Gelben Clever runter und erzielten sieben Sekunden vor Ende den umjubelten Siegtreffer zum 26:25.

„Man hat gemerkt, dass bei uns die Abläufe noch nicht so funktioniert haben, wie wir uns das vorstellen, weil wir einfach zu wenig Einheiten mit Körperkontakt hatten. Das sah bei Oranienburg viel besser aus. Wir haben am Ende durch Kampf und Cleverness das Ruder noch rumreißen können, weil wir nie aufgegeben haben und immer an uns geglaubt haben“ sagte Trainer Kischel nach dem Schlusspfiff. Somit sind die Höllenhunde nach 2016 erstmals wieder mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Am kommenden Wochenende gastiert man beim LHC Cottbus II, wo man in der Vorsaison das Spiel mit 27:32 für sich entscheiden konnte.

rh

#fairplay

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