4. April 2017

BrL-M: Frust pur nach dem Derby


SV Lok Rangsdorf – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (10:12) 25:23

Ärger und absolute Enttäuschung waren Spielern und Trainern noch Stunden nach dem Spielende noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Zuvor verloren die HSG- Männer das Revier-Derby gegen Lok Rangsdorf trotz phantastischer Unterstützung ihrer Fans am Samstagabend denkbar knapp mit 25:23. Feuer war über die gesamte Spiellänge ausreichend unterm Dach, was in Anbetracht der brisanten Tabellensituation auch nicht verwunderlich war. Die SV „Lok“ hat sich mit dem Sieg mittlerweile aus dem Abstiegskampf verabschiedet, die HSG befindet sich dagegen weiterhin mittendrin. Die restlichen Spiele gegen die ebenfalls unten drin stehenden Eberswalder, Wittenberger und Oranienburger Konkurrenten werden so wahre Abstiegs-Gipfel. Die Seuchen- Saison setzte sich für die HSG auch am Samstag fröhlich fort. Mit einer ausgedünnten Truppe war man in Rangsdorf angereist, immerhin musste die HSG u.a. auf ihre beiden etatmäßigen Halben verzichten. Diese machte ihre Sache aber im ersten Durchgang dennoch außerordentlich gut. „Wir haben verdient vorn gelegen und vor allem in der Abwehr sehr gut gestanden“ lobte Coach Schieke seine Mannschaft für Durchgang eins. Die Vorteile lagen über 3:3 (10′), 7:8 (20′) und 10:12 (30′) dann auch leicht auf Seiten der HSG. Dass das nur die halbe Miete sein würde, war natürlich allen klar.

Ob das die Gelb- Blauen nun unter Druck setzte oder auch in Sicherheit wog – was in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel passierte, war eine blanke Katastrophe. Die Hausherren legten bis zur 38. Minute einen 7:0 Lauf hin, die HSG war gefühlt noch in der Kabine. „Das war der Genickbruch. Wir haben das Spiel in diesen Minuten komplett aufgegeben“ ärgerte sich der HSG-Coach am Tag danach immer noch über diese Schwäche- Phase. Die Gäste gaben sich danach zwar keineswegs auf, der Rückstand sollte jedoch eine schwere Bürde für die HSG- Sieben sein. So blieb der Vorteil der Rangsdorfer auch aufgrund immer wieder gezeigter Fehler und Fehlwürfe lange bei drei bis vier Toren konstant (20:15, 45′ und 22:18, 50′). Erst wenige Momente vor Schluss kam nochmal richtig Spannung auf, was die Gäste nicht zuletzt den bärenstarken Paraden ihres Keepers zu verdanken hatten. 24:23, alles drin, dann eine Unachtsamkeit zu viel – 25:23. Die HSG wehrte bis zum letzten Moment, rannte Sekunden vor Schuss nochmal an und wurde per Revance-Foul, wie nachgeworfen wurde, rüde gestoppt. Warum das keinen Strafwurf nach sich zog, bleibt wie so vieles andere an diesem Tag völlig ungeklärt.

Am kommenden Samstag (08.04.2017) empfangen die HSG- Männer den 1. SV Eberswalde in Ahrensdorf. Die Barnimer haben nur zwei Pluspunkte mehr auf der Haben- Seite und brauchen ebenso dringend weitere Punkte für den sicheren Verbleib in der Klasse. Im Hinspiel setzten sich die Gelb- Blauen nach einem Herzschlagfinale äußerst knapp mit 25:26 durch hätten auch am Samstag nichts gegen einen glücklichen Ausgang.

mj

Danke an Birgit Scholz für das Bild vom Spiel!

 

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