18. November 2016

BrL-M: gute Ansätze bleiben unbelohnt


Lausitzer HC Cottbus II – HSG Ahr./Sch. (14:15) 29:26

Auch wenn unterm Strich nichts Zählbares heraussprang, so waren es doch die positiven Ansätze, die Mannschaft und Trainer Mut machen sollten. Lange konnten sich die Gelb-Blauen am Samstagabend in Cottbus behaupten, ehe die Kräfte nachließen, man dem kleinen Kader Tribut zollen und am Ende wieder ohne Punkte vom Parkett gehen musste. 29:26 lautete der Endstand, der die fünfte Saison- Niederlage bedeutet und die HSG-Sieben weiter auf dem vorletzten Platz der Brandenburgliga festhält. Im Moment reißen die schlechten Nachrichten leider nicht ab. Etliche Spieler sind angeschlagen, können nicht regelmäßig trainieren oder sind durch die Arbeit verhindert. Der große Kader, der vor der Saison viel Optimismus auf eine gute Spielzeit machte, ist inzwischen stark geschrumpft. Im Vorfeld des Auswärtsspiels in Cottbus wurde der Kader mit Spielern unserer „Zweeten“ aufgefüllt. Entsprechend drastisch haben sich nun auch die Saisonziele verändert. Alles andere als der Klassenerhalt ist mittlerweile reine Fantasterei, eine ähnlich starke Rückrunde wie in der letzten Saison nur was für Optimisten. Fünf Euro ins Phrasenschwein, aber: die Mannschaft darf den Kopf nicht in den Sand stecken. „Die Truppe hat mich positiv überrascht. Wir waren über weite Strecken besser, haben gut gespielt und die taktische Marschroute umgesetzt“, so HSG- Coach Schieke am Tag nach dem Spiel. Von Beginn an machte die Mannschaft vieles richtig und führte in der Anfangsphase über 1:3 (4′) und 4:6 (10′). Die Hausherren vom LHC glichen zwar immer wieder aus, führten auch mal knapp, die Gäste ließen sich aber nicht entmutigen und setzten immer wieder nach. 14:15 lautete der Halbzeitstand.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte die HSG gute Akzente setzen und bis zur 38. Minute drei Tore vorlegen (17:20 ). Eine im Vergleich zu den zurückliegenden Spielen ungewohnt gute Ausgangslage, die scheinbar dennoch verunsicherte. In doppelter Überzahl wurde mehrfach fahrlässig der Ballbesitz verschenkt, was die Hausherren per Konter prompt bestraften. Beim 20:20 war der Vorteil wieder dahin. Eine Phase, die Schieke später als wohlmöglichen „Knackpunkt des Spiels“ einschätzte. Zwar drehten die Gelb- Blauen einen 22:21 Rückstand nochmal auf 22:24 (48′), danach lief aber kaum noch etwas zusammen. Hauptsächlich die schnell schwindenden Kräfte und die dünne Personaldecke sollten der HSG nun teuer zu stehen kommen. Ein zwischenzeitliches, schäbiges Foul der Cottbuser Defensive gegen einen der wenigen HSG- Rückraumspieler wurde zwar mit Rot bestraft, schadete aufgrund des Ausfalls dennoch mehr den Gästen als dem kurzzeitig dezimierten LHC. Da half es leider auch nichts mehr, dass der Gäste- Keeper einen wahren Glanz-Tag erwischte und seine Vordermänner lange Zeit den Rücken freihielt. In der Schlussphase blieb das Zusammenspiel völlig auf der Strecke, in ideenlosen Einzelaktionen verrannten sich die Gäste nun immer wieder in der LHC- Abwehr. Cottbus nutzte dies für sich und rannte über 28:25 (58′) dem 29:26 Sieg entgegen. „Die Jungs waren gut heute, die Niederlage ist enttäuschend“, resümierte HSG-Coach Schieke die Leistung seiner Truppe und fuhr fort: „Ein unentschieden wäre gerecht gewesen, es geht aber weiter“.

In der Liga geht es am 19.11.2016 mit einem wahren Kellerduell weiter, wenn die SV Lok aus Rangsdorf in Ahrensdorf Halt macht. Die Rangsdorfer belegen aktuell Platz zehn, die HSG Platz elf. Beide Teams brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, was die Brisanz im Revier-Derby sicherlich nochmal zusätzlich anheizt.

mj

 

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