13. Oktober 2017

BrL-M: Hausaufgaben für die Defensive


TSG Lübbenau 63 – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (20:17) 33:30

Auf fremdem Parkett 30 Tore zu werfen, kann und darf durchaus für einen Auswärtssieg reichen. Die Brandenburgliga-Männer der HSG mussten am vergangenen Samstag jedoch wiederholt erfahren, dass dies mit wackeliger Defensive mitnichten so sein muss. Schon zwei Wochen zuvor in Bad Freienwalde reichten 30 Tore leider nicht, um Punkte auf der Haben-Seite einzubuchen. Und auch beim letzten Auftritt in der Gelb-Blau-Arena zu Lübbenau unterlagen die HSG- Männer auf gleiche Weise mit 33:30, was auf jeden Fall als Hausaufgabe für die gelb-blaue Defensive verstanden werden muss. Nach 2:6 Punkten aus vier Spielen befindet sich die HSG aktuell auf Platz acht einer langsam an Aussagekraft zunehmenden Staffel-Tabelle.

Die Anfangsphase der Partie gehörte auf jeden Fall den Hausherren, die die HSG- Abwehr regelrecht zu überrennen vermochten. Der Defensivverbund der Gäste, der sich den Namen erst noch verdienen musste, ließ sich mehrere Male in gleicher Art und Weise schwindelig spielen, ehe man sich endlich besser auf den TSG-Angriff einstellen konnte. So gehörte die Führung über 5:2 (5′) und 10:6 (15′) von Beginn an den Gastgebern, die HSG hielt nur einigermaßen Anschluss. Dass die Lübbenauer Verteidigung ebenso anfällig sein konnte, konnten die Gäste in der Folge dann aber auch unter Beweis stellen. Beim 14:14 in der 24. Spielminute hatten sie sich wieder ins Spiel zurückgekämpft. Diese gute Phase hielt allerdings nicht lange an, kurz vor der Pause nutzten die Lausitzer die Fehler der Ahrensdorfer, um sich bis zur Pause wieder auf 20:17 abzusetzen.

Auch nach dem Seitenwechsel war es für die HSG- Sieben keineswegs aussichtslos, voraussgesetzt die eigene Abwehr würde sich keine anhaltende Schwächephase leisten. Die Führung sollten aber durchweg die Hausherren aus dem Spreewald behalten, über 24:21 (40′) wuchs diese sogar wieder auf 28:21 (47′). Denn die Gäste scheiterten in diesen Minuten zum einen mit hochkarätigen Möglichkeiten am TSG-Keeper, zum anderen blieben den Gäste mehrere Pfiffe für sich verwehrt – natürlich alles Ansichstsache. Unter diesen Voraussetzungen war schlicht nichts Zählbares mehr zu holen. Fünf Minuten vor dem Ende lag die TSG noch mit 31:25 in Front, was die HSG nicht mehr entscheidend aufholen konnte. Unter dem Jubel des teils beeindruckend fachkundigen Publikums liefen die letzten Sekunden der Spielzeit runter, der 33:30 Endstand besiegelte die dritte Saison- Niederlage der Gäste.

Die zweite Hälfte ging für sich betrachtet mit 13:13 zwar remis aus, mehr war aber allemal drin. Die Aufgaben für die HSG werden momentan auch nicht kleiner, denn am kommenden Samstag (14.10.2017) ab 18:15 Uhr gastiert der Tabellenführer vom Lausitzer HC Cottbus II in Ahrensdorf. Die Lausitzer kommen mit reichlich Rückenwind von vier Siegen aus vier Spielen zu uns, die Hausherren werden entsprechend wieder alle Kräfte mobiliseren müssen, um dem LHC Paroli um die Punkte zu bieten.

mj

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