24. September 2017

BrL-M: HSG-Männer starten mit 2 Niederlagen in die Saison


Die ersten zwei Auftritte der HSG-Männer in der neuen Spielzeit hätten unterschiedlicher kaum sein können, unter dem Strich stehen aber nach Niederlagen gegen Teltow und Freienwalde troztdem null Punkte auf der Habenseite. Einen Fehlstart muss man dies noch nicht nennen – der Druck, in den kommenden Partien zu punkten, ist aber sicherlich schon latent vorhanden. Dabei zeigten die Ahrensdorfer in den beiden Spielen unterschiedliche Gesichter. Während der Auftritt gegen Teltow vor eigener Kulisse niemanden zufrieden stellen konnte, war in Bad Freienwalde eine andere Mannschaft auf der Platte.

 

HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf (9:15) 25:33

In der Vorwoche bekamen es die HSG-Männer zum Saisonauftakt gleich mit dem dicksten Brocken zu tun, denn die HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf trat in Ahrensdorf an. Der Vorjahres-Meister wurde seiner Favouritenrolle durchweg auch gerecht und zeigte der HSG über weite Strecken die Grenzen auf. Zwar startete die HSG noch recht gut ins Spiel, verteidigte engagiert und hielt beim 3:4 (11′) Anschluss, im weiteren Verlauf hatten die abgeklärten Teltower jedoch die Oberhand. Mit drei Treffern am Stück sicherten sich diese dann auch einen klaren Vorsprung zur Pause (9:15).

Was nach der Rückkehr aufs Feld durch die HSG-Reihen ging, ließ auf der HSG-Bank nur Ratlosigkeit zurück. Mehr als 15 Minuten lief bei den Hausherren gar nichts mehr zusammen, bis zum 13:26 (48′) war nicht nur die Abwehrreihe der Hausherren regelrecht abgemeldet. „Das hatte nichts mit Handball zu tun, ich habe da null Einstellung gesehen“ äußerte sich Trainer Schieke in den Tagen nach dem Saisonauftakt frustriert. Erst nachdem die Teltower die Lust verloren, bließ die HSG wieder zum Angriff und zur Schadensbegrenzung. Mit der Gewissheit, dass es um nichts mehr ging, gelang es den Hausherren in der Schlussphase nochmal, auf 25:33 zu verkürzen, was gleichzeitig den Endstand darstellte.

 

SV Jahn Bad Freienwalde – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (15:13) 32:30

Gestern musste die HSG nun bei der SV „Jahn“ in Bad Freienwalde antreten und fand dort in den Augen von Trainer Steffen Schieke auch die richtige Antwort auf die Leistung in der Vorwoche. „Ich habe eine andere Mannschaft erlebt. Auf die gestrige Leistung der Truppe bin ich stolz“ sagte der HSG-Coach trotz der knappen Niederlage zum Auftritt gestern. Schon in der ersten Halbzeit bot sich den Zuschauern in der Kurstadthalle ein munterer Schlagabtausch, in dem die Gastgeber leichte Vorteile behielten. Mit leichtem Vorsprung von 15:13 für die Hausherren wurden so auch die Seiten gewechselt.

Die HSG kam motiviert aus der Pause, gab selbst vermehrt den Takt an und erspielte sich nun selbst immer wieder eine knappe Führung. Circa 12 Minuten vor dem Ende bot sich der HSG die Chance, vielleicht vorentscheidende Akzente zu setzen. Mit der Überzahl von fünf gegen drei Feldspieler und zwei Treffern Vorsprung hatte die HSG alle Trümpfe in der Hand, doch nutzen konnte sie diese nicht. „Kritik kann ich nur an der Schlussphase üben, wir haben den Sack nicht zugemacht“ so Steffen Schieke im Nachhinein. Denn seine Mannschaft verspielte mit leichtfertigen Fehlabspielen und ungenutzen Top-Chancen nicht nur die Führung, sondern auch den Punktgewinn. So konterten die Hausherren in den letzten Minuten mehrfach und trafen zum 32:30 Endstand. Die HSG bezahlt so nicht zum ersten Mal Lehrgeld für Unkonzentriertheiten in der Schlussphase.

Am kommenden Samstag empfangen die Gelb-Blauen den HSV aus Wildau. Die Wildauer sind hingegen mit zwei Siegen optimal in die Spielzeit gestartet und werden der HSG am Samstagabend ab 18:15 Uhr sicherlich wieder alles abverlangen. Auf geht`s HSG!

mj

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