11. Mai 2017

BrL-M: I.Männer erreichen „Minimalziel“


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – Oranienburger HC II (8:8) 21:19

Die Erlösung ließ fast 60 Minuten auf sich warten, ehe der Klassenerhalt für die HSG- Männer unter Dach und Fach war. Saisonbilanz: Minimalziel erreicht. Dabei standen die Vorzeichen der nun abgelaufenen Spielzeit eigentlich ganz gut und stimmten hoffnungsvoll, den 6. Platz aus der Vor-Saison mindestens bestätigen zu können. Spätestens seit Beginn der Rückrunde stand aber nichts anderes mehr als der Verbleib in der Liga im Fokus. Zu viele Rückschläge durch Verletzungen und berufliche Ausfälle ereilten die Männer seit September letzten Jahres. Auch die ungeschriebene Regel, dass das zweite Jahr ungleich schwerer als das erste ist, traf absolut zu. „Ich bin froh, eine Mannschaft zu haben, die trotz der vielen Rückschläge immer voll gekämpft hat, um diese schwierige Saison zu überstehen“ lobte HSG-Coach Schieke seine Mannschaft dennoch für ihren Einsatz in der jüngsten Vergangenheit.

Das Abstiegsgespenst geisterte so bis zuletzt durch die Hallen in Ahrensdorf, Wittenberge und Oranienburg. Mit der HSG und der Reserve des Oranienburger HC trafen zwei der drei Teams zum Abstiegsgipfel nun auch noch unmittelbar aufeinander. Am Ende sicherten sich die Gelb-Blauen nach einem stark umkämpften 21:19 Sieg gegen den OHC in jedem Fall den Klassenerhalt. Wer aber nun neben den abgeschlagenen Altlandsbergern den bitteren Gang nach unten antreten muss, ist bis dato nicht ganz so klar. Das Verwirrspiel des PHC Wittenberge um den freiwilligen Rückzug aus der Brandenburgliga dürfe eigentlich erst in der kommenden Saison zum Tragen kommen, sportlich haben die Prignitzer den Klassenerhalt trotz der 37:41 Niederlage in Bad Freienwalde und Tabellenplatz zehn geschafft. Mitkonkurrent Oranienburg müsste so als Tabellenvorletzter absteigen, so eindeutig ist dies laut Bericht der Märkischen Online Zeitung aber wohl noch nicht. Die HSG kann dem gelassen entgegensehen, entzog sie sich diesen ganzen Sorgen doch mit einem Kraftakt kurz vor Schluss.

Beide Teams stemmten sich zuvor vehement gegen die Niederlage und boten sich ein hochintensives, von den Abwehrreichen dominiertes Spiel. Dabei hatten die Hausherren in Halbzeit eins noch leichte Vorteile, führte über 4:2 (10′) und 7:4 (20′), ehe die Gäste zur Pause doch den Gleichstand (8:8) herstellten. Nervenkitzel garantierte dann auch die zweite Hälfte, denn der OHC kam mit etwas mehr Schwung aus der Kabine und erarbeitete sich bis zur 45. Minute einen leichten 12:14 Vorsprung. Das Spiel stand regelrecht auf Messers Schneide, Oranienburg kämpfte ebenso eifrig um den Klassenverbleib wie die HSG. Fünf Minuten später hatten dann erneut die Gelb-Blauen die Nase vorn, 17:15 (50′). Klar, dass das noch nicht alles war. 55. Minute – abermals Gleichstand (18:18). Jede Aktion, jeder Fehler konnte nun das Schicksal entscheiden. Was auch immer den Ausschlag zugunsten der HSG-Sieben gab, es hätte kaum länger auf sich warten lassen dürfen.

Am Ende rettet ein knappes 21:19 eine Saison weniger Höhen und vieler Tiefen. Ihr habt es euch dennoch verdient, Männer!
mj

HSG auf Facebook