13. Januar 2020

BrL-M: Neues Jahr – altes Leid


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HC Spreewald (12:15) 30:31

Zum Auftakt ins (Handball-) Jahr 2020 begrüßte die I. Männermannschaft der HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst den Tabellenzweiten vom HC Spreewald zum letzten Spiel der Hinrunde. Während der HCS aus den letzten drei Spielen die volle Punkteausbeute ergatterte, warten die Ahrensdorfer seit drei Spielen auf einen Punktgewinn. Ziel gegen diesen Gegner war es, aus einer soliden Abwehr heraus ein schnelles Tempospiel an den Tag zu legen.

Die Ahrensdorfer waren von Anfang an hellwach. Den besseren Start in die Partie erwischten die Hausherren und legten schnell mit 2:0 in Front. Doch die „Gurkentruppe“ konnte binnen drei Minuten diesen Zwei- Tore- Rückstand in eine Ein- Tore- Führung umwandeln (2:3). Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wo jedes Team nach einem Rückstand selbst in Führung ging. In der 15. Spielminute konnten die Ahrensdorfer das Zepter wieder in die Hand nehmen und sich bis zur 20. Minute eine 9:7 Führung erspielen. Doch nur weitere fünf Minuten später lag man plötzlich wieder 9:12 im Hintertreffen. Was war geschehen? Die „Höllenhunde“ packten in der Abwehr nicht richtig zu und gaben dem Spreewälder Rückraum zu viel Platz für Würfe aus der zweiten Reihe. Im Angriff fand kein Tempospiel mehr statt und man scheiterte entweder am gegnerischen Keeper oder an den eigenen technischen Fehlern. zwei Minuten vor dem Ende kämpfte man sich wieder heran und erzielte den Anschlusstreffer (12:13). Die Gäste konnten den folgenden Angriff noch erfolgreich abschließen und die HSG hatte somit noch ca. 40 Sekunden Zeit, um den Angriff lange und erfolgreich zu beenden. Doch anstatt die restlichen Sekunden runter zu spielen und sich eine hunderprozentige Torchance zu erarbeiten, traf man eine keine gute Entscheidung im Angriff und die Gäste erzielten noch vor dem Halbzeitpfiff das 12:15. Psychologisch ungünstiger Zeitpunkt würde man sagen. „Die erste Halbzeit war recht gut und ausgeglichen bis auf die letzten Minuten. Das Gegentor kurz vor Ende war natürlich nicht förderlich“ resümierte Trainer Kischel den ersten Spielabschnitt.

Nun gut, drei Tore sind im Handball nichts. Bis zur 40. Minute konnte man selbst wieder in Führung gehen (20:19). Doch dann kamen wieder 10 Minuten, wo einfach nichts zusammen lief. Jeder hatte im Angriff „eine Idee“. Man vermisste das mannschaftliche Auftreten sowohl Vorne als auch Hinten in den eigenen Reihen. Der HC Spreewald spielte kontinuierlich als Team weiter und baute den Vorsprung auf 22:29 aus. Timeout HSG, hängende Köpfe sowohl auf dem Feld als auch Abseits des Platzes. Doch nach Wiederanpfiff brannten die Höllenhunde auf einmal. Begünstigt durch Zeitstrafen der Spreewälder (teilwiese berechtigt, teilweise glücklich) und einer offensiv stehenden Abwehr zwang man den Gegner zu technischen Fehlern oder brachte sie ins drohende Zeitspiel. Im Angriff spielte man die zweite und dritte Welle und konnte diese Angriffe auch erfolgreich abschließen. Es wurde wieder spannend. In Spielminute 58., beim Stand von 28:30, gaben die Spreewälder den Ball wieder her, somit die Chance für die HSG bis auf eine Treffer heranzukommen. Doch man schloss den Angriff etwas überhastet ab und vergab somit die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen. Dieser fiel erst 33 Sekunden vor dem Ende (29:30). Leider brachte der HC den Ball danach ins HSG- Gehäuse unter und führte 14 Sekunden vor dem Ende mit zwei Toren. Man erzielte selbst noch den letzten Treffer und stand am Ende wieder mit leeren Händen da (30:31). „In der zweiten Halbzeit kommen wir wieder ran, doch dann haben wir wieder eine Phase, wo sowohl vorne als auch hinten nicht wirklich was zusammen passte“ ärgerte sich Trainer Kischel nach dem Spiel.

Somit steht die HSG nach der Hinrunde auf einen doch eher enttäuschenden siebenten Platz. Von den 11 Minuspunkten hat man mindestens fünf verschenkt. „Wir sind über weite Strecken unter unseren Möglichkeiten geblieben. Die Mannschaft hat nicht immer das gespielt und vor allem auch nicht das gezeigt, was sie wirklich kann“, lautet das Fazit des Trainergespanns nach der ersten Halbserie. Kurz und knapp, damit ist die Mannschaft und das Trainerteam nicht zufrieden. Vom Spielerischen her ist noch deutlich Luft nach Oben. Und die Chance zur ersten Revanche bietet sich schon am kommenden Wochenende (18.01.2020, 18:15 Uhr). Dann begrüßt die HSG den SC Trebbin zum Derby und gleichzeitigen Rückrundenauftakt in der Ahrensdorfer Sporthalle. Das Hinspiel verlor man knapp mit einem Tor und hat nun die Möglichkeit, vor den gelb- blauen Anhängern diese Niederlage wett zu machen.

rh

 

Vielen Dank an Birgit Scholz für die Bilder vom Spiel! 

 

#fairplay

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