7. November 2011

HSG-Männer auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Altlandsberg-HSG_06.11.2011

Altlandsberg-HSG_06.11.2011

Die Niederlage am Sonntag Nachmittag beim MTV Altlandsberg II schmerzte doppelt. Nicht nur dass man abermals auswärts ohne Punktgewinn blieb, rutschte die „Erste“ auch gleichzeitig auf den letzten Tabellenplatz der Verbandsliga Nord ab. Im Keller-Duell Vorletzter gegen Letzter unterlagen die HSG-Handballer mit 25:20 (14:12) in der Altlandsberger Erlengrundhalle und somit zum dritten Mal in Folge. Die vor Saisonbeginn durch den aufgezwungenen Staffelwechsel enstandene Ungewissheit ist mittlerweile in das Bewusstsein umgeschlagen, sich aktiv mit Abstiegskampf identifizieren zu müssen.

Abträglich war an diesem Tag sicherlich auch, mit Stephan Schmidt und Markus Schult auf zwei ganz wichtige Stützen im Rückraum verzichten zu müssen. Nichtsdestotrotz glaubte man auch und gerade gegen Altlandsberg als direkten Tabellennachbarn an seine Cahnce. Entsprechend engagiert trat die Mannschaft dann auch in den ersten Minuten der Begegnung auf. Die Anfangsphase war geprägt von ständigem Hin und Her (2:2, 5:5, 9:9). Gegentreffer konnte die HSG durch schnelle und druckvolle Angriffsversuche ausgleichen. Dabei gelangen die ersten Treffer gegen defensiv recht unsortierte Gastgeber von den freigespielten Außenpositionen. Abstimmungsdefizite im Mittelblock der HSG-Abwehr ermöglichten den Gastgebern jedoch einige wirkungsvolle Aktionen, die entweder zu Gegentoren oder zu stets genutzten 7-Meter-Strafwürfen führten. Eine 11:12-Führung büßte man bis zur Pause leider wieder ein und ging mit 14:12 in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff schien es fast, als würde die „Erste“ abreißen lassen müssen und die Hausherren bauten ihre Führung zwischenzeitlich schnell auf 4 Treffer aus (16:12). Mit dem Rücken zur Wand stehend, kämpften sich die Ahrensdorfer wieder etwas näher an den Ausgleich heran (18:16). Dabei erwiesen sich beide HSG-Torhüter als sicherer Rückhalt und hielten die Gäste im Spiel. Ständige Unterzahlsituationen zwischen der 40. und 50. Spielminute wurden trotz großer Hektik gut kompensiert und sogar eine doppelte Zeitstrafen-Belastung konnte ohne Gegentreffer überstanden werden. Ein ebenso starker MTV-Keeper verhinderte beim Stand von 20:19 den nicht unverdienten Ausgleich (48.).

Von diesem Zeitpunkt an konnte leider nur die zweite Auswahl des MTV nochmal zulegen und den entscheidenen Vorsprung erzwingen. Tor um Tor verloren die Gäste an Boden und mussten sich schlussendlich mit 25:20 geschlagen geben. Die positiven Signale von Moral und Kampfgeist reichten am Ende nicht aus, um den durch die schlechtere Tordifferenz bedingten Rückfall auf den letzten Rang der Tabelle zu verhindern.

Am kommenden Samstag muss die HSG-Truppe zum Tabellen-Achten nach Perleberg reisen. Der bereits aus der Vorrunde des HVB-Pokals (25:33) bekannte Gegner wird auch in der Liga ein harter Brocken sein. Es bleibt nur, die Flucht nach vorn anzutreten.

mj


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