25. August 2018

HVB-Pokal Frauen: Das Soll erfüllt


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HSC 2000 Frankfurt (Oder) 30:25 (14:13)

Die HSG-Frauen haben die zweite Runde des HVB- Pokals erreicht. Nachdem der Elsterwerdaer SV schon früh seine Teilnahme an dem geplanten Dreier-Turnier abgesagt hatte, genügte zum Weiterkommen ein Sieg gegen die Mannschaft des HSC 2000 Frankfurt (Oder), die in der bevorstehenden Saison in der Brandenburgliga antritt. 30:25 setzten sich die Gäste, die laut Spielansetzung das Heimrecht hatten, durch und lieferten damit wahrlich keine Handballgala ab. Schwächephasen verzeiht der Pokalmodus aber zum Glück, denn am Ende zählt lediglich “Wer gewinnt, ist weiter”.

Aus der Vergangenheit wissen die Ahrensdorferinnen allzu gut, dass sie sich gegen vermeintlich schwächere Gegner schwertun. Ein aus HSG- Sicht durchwachsener Start in die Begegnung war also fast schon vorprogrammiert. Tatsächlich lagen die Ahrensdorferinnen nach knapp acht Minuten 2:4 hinten. Kein Grund zur Besorgnis, ärgerlich aber allemal, denn bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hatten die Gäste jede Menge vergebene Torchancen zu verbuchen. Besser machten es dagegen die HSC- Spielerinnen. Obwohl, oder gerade weil sie sich vor der Partie die Rolle des Außenseiters eigens zugeschrieben hatten, präsentierten sich die Gastgeberinnen bestens motiviert und schlugen aus fast jeder ihrer Aktionen Profit. Eine 3-Tore-Führung nach 25 Minuten war der verdiente Lohn (10:13). Bis zu diesem Zeitpunkt passte bei den HSG- Frauen noch nicht viel zusammen. Erst in einer Auszeit besannen sich die Ahrensdorferinnen auf ihre Stärken und erhöhten in den verbliebenen Minuten das Tempo. Das war die passende Antwort zum passenden Zeitpunkt, aber mehr als eine 14:13-Führung zur Halbzeit war für die Gäste nicht drin.

Anstatt an die Leistung der letzten fünf Minuten aus Halbzeit eins anzuknüpfen, verfielen die HSG- Frauen nach dem Seitenwechsel in anfängliche Muster. Eine passive Abwehr und übereilte Torabschlüsse verhinderten, dass sich die Mannschaft absetzen konnte. Damit luden die Ahrensdorferinnen den HSC ein, das Spiel weiter offen zu halten – und der nahm dankend an, wenngleich den Frankfurterinnen nun seltener erfolgreiche Abschlüsse gelangen. So blieben die Gäste in vielen Phasen der zweiten Halbzeit mal mit einem, mal mit zwei Toren in Front, doch ein Spielfluss wollte sich bei der HSG nicht einstellen. Es war jedoch nicht der Fall, dass die Ahrensdorferinnen ihren Gegnern keinerlei Gegenwehr boten. Im Gegenteil: Im Angriff erarbeiteten sich die HSG- Frauen ihre Wurfchancen, blieben aber mehrfach an der Frankfurter Torhüterin hängen. Erst ab der 50. Minute bewiesen die Gäste, dass sie zu deutlich mehr imstande sind. Nach fünf Toren infolge konnten die Ahrensdorferinnen erstmals eine nennenswerte Führung verbuchen (27:22, 54’). Dem HSC schien in den letzten Spielminuten die Luft auszugehen; der sich anbahnenden Niederlage hatten die Oderstädterinnen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Zufrieden waren die Gastgeberinnen mit ihrer Leistung dennoch. Gemischte Gefühle dagegen auf der HSG-Seite: Erleichterung über das Erreichen der nächsten Pokal-Runde, mäßige Zufriedenheit über die gezeigte Leistung, aber auch die Gewissheit, in wichtigen Spielphasen richtig reagiert zu haben.

as

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