24. November 2017

HVB-Pokal: Nicht alles, was Gold ist, glänzt auch


VfB Doberlug-Kirchhain – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 12:19
VfB Doberlug-Kirchhain – SV Lok Rangsdorf 14:8
SV Lok Rangsdorf – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 15:21

Im ersten Spiel empfing der Gastgeber aus Doberlug-Kirchhain die HSG. Aus der Vergangenheit wussten die Gäste, wie unangenehm Spiele gegen den VfB verlaufen können. Da aufgrund des Turniermodus die Spielzeit nicht 60 sondern nur 40 Minuten betrug, war der Plan für die Partie denkbar simpel: von Beginn an präsent sein und konzentriert auftreten. Der Plan ging soweit auf, als dass die Ahrensdorferinnen bereits nach wenigen Minuten 4:1 führten. Vor den eigenen Fans wollte sich der VfB aber nicht ohne Weiteres geschlagen geben und erzielte nach knapp zehn Minuten den Anschlusstreffer zum 4:5. In der darauffolgenden Spielzeit übernahmen die HSG- Frauen jedoch mehr und mehr die Initiative. Vor allem in der Defensive zeigten die Gäste die nötige Aggressivität, um die VfB-Spielerinnen auf Distanz zu halten, sodass es zur Pause für eine 10:6-Führung reichte. Auch im zweiten Durchgang blieben die Ahrensdorferinnen ihrer Linie treu. Der Zwischenstand von 8:15 (30’) sprach nun deutlich für die Gäste. Doch bekanntermaßen verläuft kein Spiel ohne Wenn und Aber: So schnell sich die HSG-Frauen die Bälle in der Abwehr erarbeiteten, so schnell gingen die Bälle im Angriff wieder und wieder verloren. So profitierten die Ahrensdorferinnen letztlich von ihrer guten Leistung aus den ersten 30 Minuten und hatten beim Abpfiff einen 7-Tore-“Okay”-Sieg zu verbuchen.

Zur zweiten Partie empfing der VfB die Mannschaft des SV Lok Rangsdorf. Beide Teams trafen bereits in der Liga eine Woche zuvor aufeinander. Damals gewann der VfB 31:27 und behielt auch im Pokal die Oberhand über die Rangsdorfer (14:8).

Fast zwei Stunden Pause lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel der HSG. Das sollte reichen, um nach 40 Minuten Handball noch einmal die Kräfte zu sammeln. Eigentlich, denn die Rechnung ging nicht wirklich auf. Die Ahrensdorferinnen begannen die Partie gegen den SV Lok Rangsdorf zwar mit ähnlichem Tempo wie gegen den VfB und lagen entsprechend schnell 4:0 in Front, aber schon kurz darauf drehte sich die Formkurve der HSG um 180 Grad. Passives Auftreten in der Abwehr und fehlerhafte Zuspiele in der Offensive waren nur zwei von vielen Punkten, mit denen die Ahrensdorferinnen haderten. Damit gaben sie dem SV die Einladung, das Spiel mitzubestimmen – und der nahm dankend an. Mehr als ein Unentschieden zur Halbzeit war da aus HSG-Sicht nicht drin (10:10). So starteten die Ahrensdorferinnen wieder bei Null und bewiesen direkt nach dem Seitenwechsel mit Treffer 11 und 12, dass sie zu deutlich mehr in der Lage waren. Ein richtiger Spiel-Rhythmus wollte sich dennoch nicht einstellen. Dabei war es wahrlich nicht der Fall, dass die Ahrensdorferinnen ihren Gegnern keine Gegenwehr boten. Im Gegenteil: Im Angriff hatte die HSG zwar mitunter ihre Mühen, erarbeitete sich trotzdem viele Torchancen – blieb aber mehrfach an der SV-Torhüterin hängen. So dauerte es knapp 30 Minuten, ehe die HSG sich nach langer Zeit wieder etwas absetzen konnte (16:12). Auch wenn der SV mit einer beherzten Mannschaftsleistung auftrat, schienen die Kräfte auf Rangsdorfer Seite allmählich zu schwinden, sodass die HSG am Ende einen deutlichen, wenngleich glanzlosen 21:15-Erfolg bejubeln konnte.

Spielverlauf und Endergebnis sprechen jeweils nicht unbedingt dafür, dass die Ahrensdorferinnen einen Sahnetag erwischten. Der Pokalmodus verzeiht solche Schwächephasen, denn am Ende gilt “Wer gewinnt, kommt weiter”. Weiter sind die HSG- Frauen in jedem Fall und treten darum am 06.Januar in der Potsdamer MBS- Arena im Halbfinale an. Als potenzielle Gegner warten dann der SV 63 Brandenburg-West, der TSV Germania Massen oder der Frankfurter HC.

as

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