9. Januar 2018

HVB-Pokal: Premiere und Altbekanntes


TSV Germania Massen – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 19:39 (11:16)

Ihr Handballjahr 2018 eröffneten die HSG- Frauen an ungewohnter, wenngleich nicht unbekannter Stelle, denn bereits in der vergangenen Saison schafften sie den Einzug ins HVB-Final Four. Damals war das Halbfinale gegen den MTV Altlandsberg gleichzeitig auch die Endstation. Gegen den TSV Germania Massen wollten die Ahrensdorferinnen diesmal einen Schritt weiter gehen und den Sprung ins Finale schaffen.

Der TSV ist ebenfalls kein Pokalneuling: Schon 2013 nahm die Mannschaft am Final Four teil, den Favoritenstatus wiesen die Massener dennoch der HSG zu. Die wurde dieser Rolle zunächst gerecht (3:7, 8’). Die TSV-Spielerinnen waren jedoch nicht nach Potsdam gereist, um sich kampflos zu präsentieren. Jede Unachtsamkeit der Ahrensdorferinnen nutzte der Sechste der Brandenburgliga und arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf zwei Tore heran (8:10, 17’). Auf der anderen Seite aber legten die HSG-Frauen noch einmal nach. Der Lohn war eine 16:11-Führung, die schön anzusehen war, aber keine Euphorie auslöste. Noch fehlte es der HSG an Konzentration und Durchschlagskraft, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

Entsprechend motiviert kehrten die Ahrensdorferinnen zurück auf’s Spielfeld. In der Defensive stand die Oberliga- Vertretung nun durchweg kompakt und forcierte so mehrfach Ballverluste der Germania. Im Vergleich zur ersten Halbzeit hielt die HSG das Tempo konsequent hoch und bot den TSV- Spielerinnen keine Gelegenheit, sich noch einmal heran zu kämpfen. Den couragierten Auftritt kann der TSV jedoch sicher als Aufwind für eine erfolgreicher Rückrunde nutzen. Für HSG- Anhänger und -Mannschaft gab es beim Abpfiff hingegen nicht nur den 39:19-Erfolg zu feiern, sondern vor allem erstmals den Einzug ins Pokal- Finale.

 

HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – Frankfurter HC 12:22 (9:9)

Dort wartete das Team des Frankfurter HC, derzeit auf Rang 2 der 3. Liga Nord und nebenbei auch noch Final Four-Stammgast. Ein Jahr zuvor musste die Mannschaft allerdings eine krachende 20- Tore-Pleite im Finale gegen den MTV Altlandsberg hinnehmen. Selbstredend, dass der FHC nun heiß auf den Pokal war. Auch für die meisten Zuschauer standen die Frankfurterinnen schon vor dem Anpfiff als Sieger fest. Alles andere hätte die brandenburgische Handball-Welt vermutlich auf den Kopf gestellt. Umso verwunderter rieb sich manch einer in der Halbzeit die Augen, als auf der Anzeigetafel ein 9:9 aufleuchtete. Bereits nach der ersten Viertelstunde stand fest: Ein Offensivfeuerwerk zündet heute niemand (3:3). Als die Ahrensdorferinnen kurz darauf in Rückstand gerieten (7:3, 18’), witterte der FHC seine Chance, sich abzusetzen. Aber beim Drittligisten lief längst nicht alles nach Plan. Endspiel-Nervosität hin oder her, dass die Partie für die Frankfurter kein Selbstläufer war, hing auch mit dem Auftreten der HSG- Frauen zusammen. Diese stemmten sich mit allem, was sie hatten, gegen ihre Gegner und hielten somit das Finale offen.

Die zweite Halbzeit begann und noch immer überzeugte der Oberligist mit dem nötigen Biss und der Bereitschaft, in der Abwehr zuzupacken. Aber auch der FHC ließ nicht abreißen. Um seine Mannschaft endlich wachzurütteln, stellte das Frankfurter Trainergespann in der Abwehr um. Das stellte die Ahrensdorferinnen vor neue Aufgaben und es dauerte, bis ihnen der zehnte Treffer gelang (10:17, 45’). In der Zwischenzeit hatten die Frankfurter Spielerinnen das Leistungsniveau in die Höhe geschraubt, sodass die zweite Spielhälfte zu ihren Gunsten ausfiel – “standesgemäß”, wie der FHC hinterher verlauten ließ. Am Ende gab es dann also doch die Niederlage für die Ahrensdorferinnen, die brandenburgische Handball- Welt darf sich in ihren altbekannten Bahnen weiter drehen. Aber es gab eben auch reihenweise Zuspruch von der Tribüne, die Auszeichnung zur besten Torhüterin und die Gewissheit, alles HSG- Mögliche in die Waagschale geworfen zu haben – ganz standesgemäß.

as

+++ Keine Mannschaft kann ohne ihre Fans erfolgreich sein. Deshalb bedanken wir uns bei allen Blau-Gelb-Trägern, Trommlern, Zujublern und Mitfieberern, ob vor Ort oder am Liveticker, für die Unterstützung. Wir freuen uns schon auf die Liga-Rückrunde mit euch! +++

 

In unserer Galerie findet ihr Bilder vom Final Four Wochenende. Vielen Dank an Christian Walter!

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