28. Februar 2019

KL-wJB: Ein Spiel, zwei Gesichter


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – SV Blau-Weiß Dahlewitz (12:8) 30:9

Nach der Handball-Gala am letzten Wochenende in Potsdam stand an diesen Wochenende ein Spiel mit klarer Ausgangslage auf dem Programm. Mit der Mannschaft aus Dahlewitz war der aktuell Tabellensiebente zu Gast beim Spitzenreiter. Aber im Vorfeld nur über die Höhe des Sieges zu philosophieren hat schon häufiger zu einem bösen Erwachen geführt. Einige personelle Ausfälle führten auch zu einer extrem kurzen Bank und damit verbundenen positionellen Änderungen. Personell stellte sich so die Mannschaft zwar fast von alleine auf, aber taktisch bereitete das den Trainerteam auch einiges Kopfzerbrechen. Mit Anpfiff entwickelte sich in den ersten Minuten eine ausgeglichene Partie (3‘ 2:2). In der Folge kamen die Gastgeberinnen zwar etwas besser in ihr Spiel und konnten einen kleinen Vorsprung herausspielen (8‘ 6:2, 15‘ 8:4). Allerdings zeigte man im Defensivverhalten ungewohnte Schwächen und ließ vor allem aus dem Rückraum zu viele leichte
Würfe zu. Und auf einmal stockte es auch im Angriff, zu viele komplizierte Abspiele, einfache Ballverluste und Dahlewitz wurde wieder zurück ins Spiel geholt. Nach 17 Minuten stand ein 8:7 auf der Anzeigetafel. Was passiert hier gerade, Ratlosigkeit machte sich in der Halle breit. In dieser Phase halfen Undiszipliniertheiten der Gäste, welche zu Zeitstrafen und Strafwürfen führten, sich bis zur Halbzeit doch noch einen kleinen Vorsprung zu sichern (12:8).

Es galt also in der Kabine ein paar klare Ansagen zu machen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Gerade die 8 Gegentore zur Halbzeit gab es in dieser Saison noch nicht so oft. Also raus zu Abschnitt zwei und auf einmal war es da, das Selbstvertrauen in das eigene Spiel. Mit direktem Spiel und Zug zum Abschluss fand das Spielgerät immer wieder den Weg ins Netz. Und hinten zeigte man jetzt auch, was dieses Team so auszeichnet. Konsequent am Gegenspieler und die Räume eng machen, zudem hat man sich jetzt auch hervorragend auf den Rückraum der Blau-Weißen eingestellt und ließ von hier an gar nichts mehr zu. (30’ 17:8) In der 32. Minute führte ein resolutes Einsetzen am Kreis zu einen 7 m für die Gäste, der glücklich verwandelt wurde (18:9). Warum so ausführlich… Es sollte das einzige Gegentor bleiben. Im Angriff lief es nun auch richtig rund, die Mädchen trafen nun aus fast jeder Situation oder konnten nur durch ein Foul am erfolgreichen Abschluss gehindert werden. Bei der Kaltschnäuzigkeit vom Punkt, mit 6 Treffern bei 6 Versuchen, ist aber auch das kein probates Mittel. Hier zeigten sich dann auch die physischen Qualitäten, mit nur einer Option auf der Bank, hieß es für die meisten Mädchen ja 50 Minuten auf der Platte zu stehen. Da waren mit zunehmender Spieldauer dann auch die Unterschiede auf beiden Seiten ganz klar zu sehen. Am Ende stand ein 30:9 Sieg zu Buche und der kam vor allem durch eine überragende 2. Halbzeit mit 18:1 zu Stande, welche man so nach den ersten 25 Minuten nie vermuten konnte.

Aber wohl auch das macht dieses Team in dieser Saison aus, sich selber nach schwierigen Situationen wieder aufzurichten und immer einen Weg zu finden. So konnte ein weiterer erfolgreicher Schritt gemacht werden. Und der Weg geht schon am kommenden Sonntag weiter, wenn um 14:00 Uhr der Tabellendritte aus Rangsdorf zu Gast in Ahrensdorf ist.

tb

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