27. Februar 2017

LL-M: Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui…


HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst II – SV Lok Rangsdorf II (14:21) 30:29

Das war nichts für schwache Nerven, was die Zweete ihren Fans an diesem Sonntagnachmittag in der Ahrensdorfer Sporthalle präsentierte. Nach vierzig völlig ideen- und ratlosen Minuten drehen die Jungs von Trainer Heise einen zwischenzeitlichen 9- Tore- Rückstand und ringen am Ende die Lok aus Rangsdorf mit 30:29 nieder. Auch wenn wir sonst eher selten über einzelne Personen berichten, da Handball ein Mannschaftssport ist, ragte an diesem Sonntag HSG- Schlussmann Posch mit außergewöhnlichen Paraden heraus und kann zurecht zum „Man oft the Match“ gekürt werden. Zum Spiel: Die benachbarten Gäste aus Rangsdorf, die sonst auswärts eher spärlich besetzt sind, reisten dieses Mal mit kompletter Kapelle zum Derby nach Ahrensdorf. Ob man vor dem Gegner anfangs zu sehr Respekt hatte oder sich einfach nicht auf die eigenen Stärken besann, weiß keiner – fest steht: die erste Hälfte war unterirdisch. Die Zweete bekam die Rangsdorfer Rückraumschützen selten bis gar nicht in den Griff. Im Angriff gelangen den Blau- Gelben zwar 14 eigens erzielte Treffer, doch auch hier wurden zu viele Fehler begangen, die den Gästen leichte Kontertore bescherten. Dabei kann man sich noch beim HSG- Schlussmann bedanken, der bereits im ersten Durchgang etliche Hundertprozentige hielt und immer mehr zu Hochform auflief. Mit teilweise hängenden Köpfen und 21 Gegentoren im Gepäck ging es für die Ahrensdorfer in die Kabine (14:21).

Nichts von dem Vorgenommenen klappte und so musste Trainer Heise einige Umstellungen vornehmen, die in den zweiten dreißig Minuten spät, aber nicht zu spät, fruchteten. Bis zur vierzigsten Minute hielten die Lok- Handballer den Gastgeber noch auf Abstand, ehe langsam aber sicher die Zweete zur Aufholjagd blies. Die fast schon verloren geglaubte Partie wurde wieder spannend und auch die heimischen Fans pushten ihr Team wieder nach vorne. Rangsdorf gelang vorne kaum noch etwas und wenn Sie doch mal den Weg durch die Ahrensdorfer Deckung fanden, stand dort immer noch der blau- gelbe Fels in der Brandung. Binnen weniger Minuten verkürzte die Zweete Tor um Tor und stellte beim 26:26 wieder den Ausgleich her. Begünstigt durch etliche Überzahlsituationen spielten die Gastgeber ihre Angriffe clever aus. Auch vom Punkt zeigte man sich endlich mal wieder konsequent und konnte alle Siebenmeter erfolgreich im Tor des Gegners unterbringen. Rangsdorf war nun völlig von der Rolle und konnte trotz eigener Überzahl nicht den 28:27 Führungstreffer der Ahrensdorfer verhindern. Zwar gelang den Lok- Handballern noch dreimal der Ausgleich, doch die Zweete konnte sich nach dem Tor zum 30:29 ein letztes und entscheidendes Mal auf Ihrem Mann zwischen den Pfosten verlassen. Rangsdorf mit dem letzten Angriff, Wurf von Linksaußen, Pranken ausgefahren, angeworfen, Abwurf, Abpfiff, Feierabend und grenzenloser Jubel… Das war wirklich nichts für schwache Nerven.

Nachdem unsere erste Männermannschaft am Abend zuvor mit dem Schlusspfiff noch einen wichtigen Punkt erkämpfte, konnte unsere Zweete nach hervorragendem kämpferischen Schlussspurt ihre weiße Weste zu Hause wahren und zwei wichtige Zähler auf der Habenseite verbuchen. Abermals wichtigen Anteil an diesem Erfolg hatten unsere A- Jugendhandballer, die immer mehr im Männerbereich ankommen und eine echte Verstärkung sind – weiter so! Natürlich geht auch ein Riesendank an die heimischen Fans – wir hoffen Euch im nächsten Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Fürstenwalde einen ruhigeren Sonntagnachmittag zu bescheren. Los geht’s wie immer um 16:00 Uhr (05.03.2017). Auf geht’s Zweete!

ds

Danke an Birgit und Christian für die Bilder vom Spiel!

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