9. Mai 2018

OOS-F: Abschluss und Abschied


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – VfV Spandau 31:35 (14:14)

Durch den Sieg gegen die TSV Rudow eine Woche zuvor hatten die Ahrensdorferinnen den Klassenerhalt endgültig festgemacht. Das Spiel gegen den VfV Spandau wurde damit zwangsläufig zum unliebsamen letzten Saisonspiel, “bei dem es doch eigentlich nicht mehr um viel geht”. Da sich die HSG im Hinspiel jedoch mit einer desolaten Vorstellung präsentiert hatte, galt es, diese im Rückspiel zu tilgen. Das gelang zu Teilen, ein letzter Sieg im letzten Spiel war den Ahrensdorferinnen dennoch nicht vergönnt.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeberinnen durchaus nach Plan. Die HSG-Frauen waren mit dem Anpfiff auf Betriebstemperatur und beanspruchten in der Anfangsphase mehrfach eine knappe Führung für sich (6:4, 10’; 8:7, 17’). Besonders defensiv bewiesen die Ahrensdorferinnen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt und zu deutlich mehr in der Lage waren, als sie es im Hinspiel gezeigt hatten. Angetrieben vom eigenen Publikum gingen HSG-Frauen im Angriff auf’s Tempo – mit Erfolg, jedoch nicht durchweg mit letzter Konsequenz. Phasenweise spielte die Mannschaft nicht geduldig genug, um sich optimale Wurfchancen und damit einen größeren Vorsprung zu erarbeiten. Im Gegenzug nutzten die Gäste die Fehler der HSG für ihre schnellen Tore, und so blieb der Ausgang des Spiels zum Seitenwechsel offen.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die VfV-Spielerinnen. Während die HSG mit den Gedanken noch in der Kabine war, zogen die Gäste binnen drei Minuten auf drei Tore davon (15:18, 33’). Das an sich ist kein Grund, um den Kopf in den Sand zu stecken, doch das Signal zur Aufholjagd verpassten die Ahrensdorferinnen trotzdem. Zwar gelang ihnen mehrmals hintereinander der Anschlusstreffer, aber eben auch nicht mehr. Die Berlinerinnen agierten in den entscheidenden Spielmomenten cleverer und hatten beim Zwischenstand von 21:27 (45’) beste Aussichten auf den Auswärtserfolg. Die HSG stand sich bei der sich anbahnenden Niederlage aber auch selbst im Weg. In der Deckung blieben die Gastgeberinnen nicht mehr so kompakt wie in der ersten Halbzeit. Teilweise schafften es die Ahrensdorferinnen gar nicht mehr in ihren Abwehrverbund, weil Offensivfehler den VfV zu Gegenstößen einluden. Aller Bemühungen seitens der HSG zum Trotz verschuldete das in der Endabrechnung die 4-Tore-Niederlage.

An dem 7. Platz, auf dem die Ahrensdorferinnen die Saison abschließen, änderte die Partie jedoch nichts. Im Anschluss war daher ausreichend Gelegenheit, sich bei Fans und Sponsoren für die Unterstützung zu bedanken und sich dem unangenehmsten Teil des Tages zu widmen: dem Verabschieden. Sandra Sypli, Daniela Keller, Gloria Herholc, Michelle Herrmann, Eva Thäle und Susan Rieder bringen es gemeinsam auf fast 100 Jahre HSG-Mitgliedschaft, nach dieser Saison soll aber Schluss sein. Alle sechs wollen sich zukünftig neuen Herausforderungen stellen, wofür wir ihnen alles Gute wünschen!

as

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