18. April 2018

OOS-F: Aus Fehlern gelernt ist halb gewonnen


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HV Grün-Weiß Werder 23:20 (15:11)

Wer am Samstag die Sporthalle in Ahrensdorf aufsuchte, wurde für sein Kommen nicht enttäuscht: Das Brandenburgderby HSG gegen den HV Werder hielt, was es versprach und bot den Zuschauern nicht nur phasenweise richtig guten Handball, sondern auch Spannung und kämpferisches Engagement beider Mannschaften. Zudem schienen die Ahrensdorferinnen ihre Lehren aus dem bisherigen Saisonverlauf gezogen zu haben:

Lektion 1: Die Anfangsphase nicht verschlafen. Die HSG präsentierte sich hellwach und schritt von Minute eins vorneweg. Die Gäste starteten ähnlich gut ins Spiel, sodass die ersten Minuten wie erwartet ausgeglichen verliefen (4:4, 10’). Lektion 2: Wer die Fehler minimiert, hat es leichter. Für ihre kompakte Defensivleistung belohnten sich die Ahrensdorferinnen mehrmals mit Ballgewinnen und kamen so vergleichsweise einfach zu Torerfolgen. Im Positionsangriff bewiesen die HSG- Frauen die nötige Konzentration und konnten einen knappen Vorsprung immer wieder verteidigen (7:5, 15’; 9:8, 20’). Als abermals der Ausgleich fiel (10:10, 25’), ließ die HSG sich nicht aus dem Konzept bringen. Stattdessen spielten die Gastgeberinnen die eigenen Aktionen auf den Punkt und erarbeiteten sich pünktlich zur Halbzeit die erste nennenswerte Führung zum 15:11.

Lektion 3: Nach der Halbzeit nicht nachlassen, auch das hat es in dieser Saison schon gegeben. Aber die HSG blieb nach dem Seitenwechsel energisch und spielte die Partie am Anschlag. Der Lohn war die 19:13-Führung in der 39. Minute. Das Werderaner Trainergespann reagierte mit einer Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte, denn die Gäste mauserten sich Tor um Tor wieder heran (19:17, 47’) – dass die HV-Spielerinnen in der Lage sind, einen Rückstand zu ihren Gunsten zu drehen, ist bekannt. Bei den Ahrensdorferinnen lief nun längst nicht alles nach Plan. Offensiv fehlte es in dieser Phase an Geduld, Tempo und dem nötigen Glück, als gleich mehrfach statt des Tores nur der Pfosten getroffen wurde. Doch auch auf der Gegenseite landete der Ball mal nur am Außennetz oder wurde im HSG-Tor pariert. Anstatt den Anschlusstreffer zu setzen, musste der HV den 20. HSG-Treffer hinnehmen (20:17, 49’). Entschieden war zu diesem Zeitpunkt noch nichts, aber die Körpersprache der Ahrensdorferinnen zeigte, dass sie den möglichen Heimsieg mit allem, was sie hatten, festmachen wollten. Lektion 4 lautet daher: Selbst wenn der Vorsprung kleiner wird, Kopf oben behalten. Auch das beherzigten die HSG-Frauen an diesem Nachmittag und als sie Sekunden vor Schluss den 23. Treffer erzielten, gab es für den blau-gelben Jubel kein Zurückhalten mehr.

Das macht unter’m Strich nicht nur die Punkte 16 und 17, sondern auch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Wegen der Ergebnisse aus der 3. Liga und komplizierter Rechnereien ist dieser allerdings noch nicht in Stein gemeißelt. Darum werden die Ahrensdorferinnen am 28. April auswärts beim TSV Rudow noch einmal alles in die Waagschale werfen müssen, um auf der ganz sicheren Seite zu sein.

as

In unserer Galerie findet ihr die Bilder vom Spiel gegen Werder.

Vielen Dank an Christian Walter!

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