6. März 2019

OOS-F: Bittere Mienen nach dem Abpfiff


HSG Neukölln – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 19:18 (10:13)

Lange sah es gut aus für die Ahrensdorferinnen: Gegen die HSG Neukölln lagen die Gäste bis Mitte der zweiten Halbzeit durchweg in Front. Eine Mischung aus zu vielen eigenen Fehlern und zu wenig Glück sorgte jedoch dafür, dass die Ahrensdorferinnen nach dem Abpfiff mit leeren Händen dastanden. Die Anfangsphase verlief für die Ahrensdorferinnen nach Plan: Trotz einiger überhasteter Abschlüsse hatten sich die HSG-Frauen nach knapp zehn Minuten einen kleinen Vorsprung erarbeitet (2:5). Trumpfen konnten die Ahrensdorferinnen insbesondere mit ihrer Abwehrleistung, dank der sie die Unkonzentriertheiten aus der Offensive wettmachten. Auf der anderen Seite machten es die Neuköllnerinnen ähnlich – ein Torefestival gab es nicht, dafür zeigten beide Mannschaften durchweg Einsatz. Ihre beste Phase hatten die Ahrensdorferinnen zum Ende der ersten Hälfte, als sie konsequenter als noch zu Spielbeginn aus Ballgewinnen Profit schlugen. Der Lohn war eine vorübergehende Fünf-Tore-Führung (7:12, 25’). Wollte man den Gästen etwas vorhalten, könnte es allenfalls die Chancenverwertung sein: Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen, hatten die Ahrensdorferinnen, ließen sie aber ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste weiterhin ihre Führung (12:16, 37’), doch offensiv wurde die Partie für die Ahrensdorferinnen mehr und mehr zu einer zähen Angelegenheit. Lösungen gegen die Berliner Abwehr fanden die HSG-Frauen zwar, den Ball dann aber hinter die Torlinie zu bringen gelang den Gästen weniger. Die Verunsicherung stieg auf Ahrensdorfer Seite, dagegen gelang den Gastgeberinnen sieben Minuten vor dem Ende der Ausgleich (18:18). In der restlichen Spielzeit boten beide Mannschaften mehr hektisches Hin und Her als überlegte Handballaktionen, und es kam, wie es kommen musste: In letzter Sekunde schlug der Ball zum 19. Mal im Ahrensdorfer Tor ein; nach 1:0 und 2:1 die dritte Führung der Gastgeberinnen in der Partie. Ein Strafwurf der Gäste nach Ablauf der regulären Spielzeit blieb dagegen ohne Torerfolg.

Aus eigener Kraft hätten die Ahrensdorferinnen in vielen Spielsituationen mögliche Vorentscheidungen treffen können, „Fortunas Segen“ wäre zwischendurch dennoch eine willkommene Unterstützung gewesen. Weil sich das Schicksal aber nicht trainieren lässt, Handball dafür umso mehr, haben es die HSG-Frauen im nächsten Spiel wieder selbst in der Hand, als Sieger vom Platz zu gehen. Nächster Gegner ist am 16.03. die Mannschaft Pro Sport 24 aus Berlin. Angepfiffen wird die Partie um 16:00 Uhr in der Sporthalle Ahrensdorf.

as

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