19. September 2017

OOS-F: Couragierter Liga-Auftakt


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – SG OSF Berlin 22:24 (11:11)

Hörte man sich im Vorfeld unter den HSG-Fans um, lautete das Credo im Allgemeinen “Habt Spaß, Mädels, gebt euer Bestes. Dann sehen wir, wofür es reicht”. Nun, am Ende hätte es mit ein wenig Glück vielleicht zu einem Punkt oder gar mehr reichen können. Für “Hätte, Wäre, Wenn” werden bekanntlich aber keine Punkte vergeben und so mussten sich die HSG-Damen in ihrem ersten Oberliga-Einsatz letztlich doch gegen die SG OSF geschlagen geben.

Wer es pünktlich nach Ahrensdorf geschafft hatte, war vom anfänglichen Spielverlauf wohl wenig überrascht. 2:8 führte der Favorit aus Schöneberg/Friedenau nach gut zehn Minuten, manch einem gelb-blauen Anhänger schwante bereits böses. Dabei mangelte es den Ahrensdorferinnen definitiv nicht an Willen, doch ihre anfängliche Nervosität brachte die Gastgeber immer wieder ins Stolpern. Dann aber gab sich die Mannschaft einen Ruck und startete mit der ersten Aufholjagd der Saison. Angefangen beim 5:10 (19’) ackerten sich die Ahrensdorferinnen Stück für Stück in die Partie. Die HSG-Defensive war zwar nicht fehlerfrei, aber der Aufsteiger wirkte nun wacher und legte die nötige Aggressivität an den Tag. Bis zur Pause kassierten die HSG-Damen nur noch ein einziges Tor, verschafften sich damit Respekt beim Gegner und konnten sich im Angriff entsprechend mit Toren belohnen. So schrumpfte der OSF-Vorsprung weiter ein, ehe er kurz vor dem Halbzeitpfiff egalisiert wurde (11:11, 29’).

Nach dem Seitenwechsel dauerte es keine zwei Minuten, bis die Gastgeberinnen zum ersten Mal die Führung für sich beanspruchten. Bei dieser blieb es allerdings auch, denn in den folgenden Minuten sorgten mehrere Fehler vorne wie hinten für einen erneuten HSG-Rückstand: Hier landete
der Pass im Aus, dort wurde der Ball neben das Tor gezimmert, da war die Abwehr einen Schritt zu langsam, und schon schoben sich die Gäste wieder in Front (18:20, 45’). Aber die Ahrensdorferinnen behielten über weite Strecken der zweiten Hälfte ihre Nerven im Griff und blieben bis zum Schluss stets in Lauerstellung (21:22, 55’). Zu einem Punktgewinn fehlte dann schließlich doch das Quäntchen Glück. Oder die Erfahrung. Oder die Abgezocktheit.

Somit stand die HSG am Samstagabend zwar mit leeren Händen da, muss sich aber mit der gezeigten Leistung nicht als Verlierer fühlen. Der Meinung war hinterher auch das Ahrensdorfer Publikum, das den couragierten Auftritt seiner Mannschaft mit Zuspruch würdigte. Bleibt zu hoffen, dass die HSG-Frauen auf ihren Leistungen aufbauen und anknüpfen können, wenn in zwei Wochen die Damen aus Wismar in der Sporthalle Ahrensdorf gastieren.
as

 

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