10. Oktober 2017

OOS-F: Das Punktesammeln hat begonnen


Füchse Berlin Reinickendorf II – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 21:33 (12:17)

In den ersten zwei Oberliga-Partien überzeugten die HSG-Frauen phasenweise mit gutem Handball, standen aber noch immer mit leeren Händen da. Seit dem letzten Wochenende gehört das der Vergangenheit an: Am Sonntag feierten die Ahrensdorferinnen den ersten Erfolg gegen die zweite Mannschaft der Füchse Berlin. Dass der Sieg so deutlich ausfallen würde, war im Vorhinein nicht anzunehmen, denn die jungen Füchse-Spielerinnen waren ebenso scharf auf ihre ersten Pluspunkte wie die HSG.

Die Anfangsphase des Spiels gab dies wieder. Da gelang es keiner Mannschaft, sich abzusetzen, im Spiel hielt man sich mal durch eigene gelungene Aktionen, mal durch die Fehler des Gegners (6:6, 10’). Nachdem die Ahrensdorferinnen in den darauffolgenden Minuten eine Schippe zulegen konnten, erspielten sie sich eine erste nennenswerte Führung zum 6:9 (14’) – wirklich zufrieden waren die Gäste damit jedoch nicht. Selbst nach gut einer Viertelstunde lief bei den HSG-Frauen in der Abwehr noch immer nicht besonders viel zusammen und das, obwohl die Füchse im Positionsangriff sichtlich Mühen hatten. Nichtsdestotrotz reichte es zur Halbzeit für einen 5-Tore-Vorsprung; nicht, weil das HSG-Spiel komplett fehlerfrei blieb, sondern weil sich die Ahrensdorferinnen mit dem Willen, endlich den ersten Sieg einzufahren, durch die ersten 30 Minuten kämpften.

Optimierungsbedarf gab es dennoch zur Genüge und entsprechend deutlich riefen die HSG-Trainer ihrer Mannschaft ins Gedächtnis, dass sie zu mehr im Stande war. Der Wiederanpfiff war für die HSG gleichzeitig ein Weckruf: Das “Aufwärmprogramm” aus der ersten Halbzeit war beendet, stattdessen standen die Ahrensdorferinnen in der Defensive jetzt besser und machten die Räume eng. Das Resultat konnte sich sehen lassen: Bis zur 47. Minute kassierten die Gäste lediglich zwei Füchse-Treffer (14:27). Das Zusammenspiel der HSGTorhüterinnen und ihrer Abwehr passte, und davon profitierte auch die Offensivleistung der Blau-Gelben, die nun zeigten, wie man mannschaftlich Handball spielt. Der Zwischenspurt schien die Gastgeberinnen überrumpelt zu haben und so blieb den jungen Berlinerinnen nichts anderes übrig, als der HSG zuzuschauen, wie sie Tor um Tor davonzog (16:32, 53’). Erst als sich bei den Ahrensdorferinnen der Siegesgedanke festgesetzt hatte und die Mannschaft einen Gang runter schaltete, gelangen den Füchsen noch einige Aktionen. Mehr als die unliebsame Ergebniskosmetik vermochten diese aber nicht auszurichten. Mit dem 21:33-Sieg haben die HSG-Damen nun auch “offiziell” einen Erfolg auf der Haben-Seite zu verbuchen.

Auch wenn in der Partie noch längst nicht alles perfekt lief, hat das Spiel gezeigt, dass sich die Anstrengungen aus Vorbereitung und Training auszahlen. Mit dieser Gewissheit im Rücken haben die Ahrensdorferinnen nun auch ihren ersten Heimsieg am kommenden Samstag fest im Blick. Gespielt wird gegen die HSG Neukölln, wie üblich 16 Uhr.
as

 

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