17. Januar 2018

OOS-F: Die Konstanz fehlte


SG OSF Berlin – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 27:26 (11:16)

Viel Zeit, sich über den Final Four-Auftritt zu freuen, blieb den HSG-Frauen nicht – bekanntlich ist nach dem Pokal vor dem Ligaalltag. Die Motivation aus der Finalrunde wollten die Ahrensdorferinnen dennoch als Rückenwind nutzen. Zum Rückrundenauftakt ging es für die HSG nach Schöneberg, gewillt, die enge Niederlage aus dem Hinspiel zu tilgen. Selbstredend, dass die Berliner stattdessen auf eine Wiederholung des Ergebnis pochten.

Die Gastgeberinnen fanden zunächst jedoch keinen Zugriff in der Defensive und taten sich dementsprechend auch im Positionsangriff schwer. Die HSG-Frauen dagegen knüpften an die Leistungen der letzten Woche an und so war die 5-Tore-Führung nach zehn Minuten folgerichtig (2:7). Das Trainergespann der SG OSF sah sich gezwungen, seine Mannschaft in einer Auszeit neu einzustellen. Vorerst ohne Wirkung, denn die Gäste erhöhten im Anschluss auf acht Tore (2:10, 14’) – Traumstart für die HSG. Erst nach und nach kämpfte sich der Tabellenfünfte aus Berlin in die Partie und ackerte sich zwischenzeitlich bis auf drei Tore heran (7:10, 19’). Dennoch waren die Ahrensdorferinnen ihrem Gegner meist einen Schritt voraus, sodass der Vorsprung zum Seitenwechsel ungefährdet blieb.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit verloren die HSG-Frauen ihre Dominanz. In der Offensive scheiterten sie gleich mehrfach an der OSF-Abwehr inklusive Torhüterin. Das rächte sich umso mehr, da auch die Deckung der Ahrensdorferinnen nicht mehr so präsent war wie in der Anfangsphase. Durch den verhaltenen Start bescherten die Gäste der SG mächtigen Aufwind. Die Berlinerinnen agierten nun vorne wie hinten dynamischer und mauserten sich Stück für Stück heran. Mit dem 20. Treffer bewies der Aufsteiger zunächst, dass er dagegen halten konnte (17:20, 41’). Kurz darauf leisteten sich die Ahrensdorferinnen jedoch einen zehnminütigen Aussetzer, in dem auf HSG-Seite kaum etwas gelang. Es kam, wie es kommen musste: 44 Minuten hatten die OSF-Anhänger auf die Führung ihrer Mannschaft gewartet, ehe sie diese beim Stand von 21:20 feiern konnten. Mit Mühe zogen sich die Ahrensdorferinnen aus der Schwächephase, erzielten mehrfach den Anschlusstreffer, aber eben nicht mehr. Am Ende fehlten sowohl die Kraft als auch das Quäntchen Glück, um den Spielstand doch noch zu drehen.

Der neutrale Zuschauer hätte womöglich ein Unentschieden als gerecht empfunden, aber so diplomatisch funktioniert das Punktesystem leider nicht. Stattdessen muss sich die HSG die Niederlage auf die eigene Kappe schreiben. Mit einer konstanteren Leistung hätte es vielleicht für ein anderes Ergebnis gereicht. Alles nur Vermutung. Gelegenheit, um Fakten zu schaffen, haben die Ahrensdorferinnen am kommenden Samstag um 16 Uhr, wenn sie den Berliner TSC empfangen.

as

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