27. September 2018

OOS-F: Ein Auftritt wie Tag und Nacht!


VfV Spandau – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 33:22 (14:14)

Wechselhafter kann ein Handballspiel kaum verlaufen: Trotz einer phasenweise guten Leistung mussten die Frauen der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst in Spandau eine deutliche Niederlage hinnehmen. Grund dafür waren zwei Halbzeiten, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Nach einem Unentschieden zur Pause fanden die HSG-Frauen in der zweiten Spielhälfte zu keinem Zeitpunkt zu ihrer Normalform.

Den Ahrensdorferinnen war anzumerken, dass sie entschlossen waren, die durchwachsenen Leistungen der ersten Partien zu tilgen. Durch richtige Entscheidungen im Angriff kamen die Gäste schnell zu Torerfolgen, und auch defensiv präsentierte sich die Mannschaft besser organisiert und stand kompakter als eine Woche zuvor. Besonders in der Anfangsphase hielten sich die Gäste an die im Training getroffenen Absprachen, und so war der Lohn der Anstrengungen eine zwischenzeitliche Führung mit drei Toren (4:7, 12’); mit einem etwas konsequenteren Auftreten hätten sich die Ahresndorferinnen vielleicht noch einen größeren Vorsprung erarbeiten können. Einschüchtern ließen sich die VfV-Spielerinnen davon aber nicht. Ein Déjà-vu aus dem ersten Heimspiel, das knapp verloren ging, wollten die Gastgeberinnen unbedingt vermeiden und nutzten deshalb jeden Fehler der HSG, um in Schlagdistanz zu bleiben (8:9, 18’). Weil beide Teams in vielen Phasen der ersten Spielhälfte überzeugten, wurden die Seiten beim Gleichstand von 14:14 getauscht.

Den Wiederanpfiff verschliefen die HSG-Frauen dann in vollen Zügen. Erst mit dem 15. Treffer in Minute 37 schien die Mannschaft auf das Spielfeld zurückzukehren – viel zu spät, denn der VfV hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Polster von vier Toren geschaffen (19:15). Die Gäste blieben zunächst zwar noch in Reichweite (21:18, 42’), doch in der Offensive traten die Ahrensdorferinnen längst nicht mehr so konzentriert auf wie zu Beginn der Partie. Die Folge waren zahlreiche Ballverluste, mit denen sich die Berlinerinnen mühelos absetzen konnten. Als das Spiel in die Endphase ging, fehlte den Ahrensdorferinnen letztlich auch der Biss, die Niederlage noch in Grenzen zu halten (30:20, 52’).

Was den Totalausfall Halbzeit zwei herbeiführte, bleibt bis zuletzt ungeklärt. Damit zu hadern bringt nicht viel und einen gebrauchten Tag erwischt jede Mannschaft irgendwann mal. Anknüpfen können die Ahrensdorferinnen dagegen an die Leistung aus dem ersten Durchgang. Dass sie die auch über sechzig Minuten abrufen kann, kann die Mannschaft am kommenden Samstag beweisen. Zu Gast in Ahrensdorf wird die Mannschaft des HV Grün-Weiß Werder sein. Angepfiffen wird die Partie um 16:00 Uhr.

as

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