14. November 2017

OOS-F: Gut, aber nicht gut genug


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – BFC Preussen 19:21 (10:11)

In vielen Phasen des Duells gegen den BFC Preussen sah es so aus, als könnten die Ahrensdorferinnen zumindest einen Punkt in heimischer Halle behalten. Am Ende standen die HSG- Frauen jedoch mit leeren Händen da. Dabei müsste ein Aufsteiger bei einer so knappen Niederlage gegen den Tabellenersten nicht unbedingt enttäuscht sein. Ärgerlich ist solch eine Niederlage aber allemal, vor allem wenn die eigenen Fehler sie verschuldeten.

Dabei begann die Partie recht vielversprechend: Einen kurzweiligen 2-Tore-Rückstand drehten die Gastgeberinnen nach gut einer Viertelstunde zur 7:6-Führung. Im Vorfeld war klar, dass auf HSG- Seiten alles stimmen musste, um dem BFC den ersten Punktverlust einzubringen. Umso beachtlicher ist es, dass die Ahrensdorferinnen in der ersten Hälfte immer wieder die Oberhand hatten, denn es klappte bei weitem nicht alles. Tatsächlich machten sich die ersten Patzer im Spiel der Blau-Gelben schon früh bemerkbar. Mehrmals erarbeitete die HSG sich in der Abwehr den Ball, aber fast ebenso häufig blieben die Chancen in der Offensive ungenutzt. Das rächte sich wenige Minuten vor dem Seitenwechsel, denn der BFC wusste die Fehler der Ahrensdorferinnen zu bestrafen und ging pünktlich zur Halbzeit abermals in Front (10:11).

Fast hätte man meinen können, die zweite Spielhälfte sei eine Kopie der ersten. Die HSG gleicht aus, Preussen legt nach, kurz darauf zieht die HSG in Front, bis irgendwann die Berlinerinnen nachsetzen und in Führung gehen. Die routinierte Spielweise sprach für den BFC, die Ahrensdorferinnen bestachen dafür mit geballtem Einsatz. Dabei trotzten sie nicht nur dem Gegner, sondern auch fortwährend ihren eigenen Fehlern. Das gelang mal mehr, mal weniger – bis am Schluss die Erfahrung siegte: Eine doppelte Überzahl nutzten die Gäste, um sich erneut abzusetzen. Die BFC-Führung war zwar dünn (18:20), doch blieben auch nur noch zwei Minuten Restspielzeit. Sollte es mit dem Punktgewinn für die HSG noch klappen, musste es nun schnell gehen. Aber zum wiederholten Male vergaben die Ahrensdorferinnen die Gelegenheit zum Anschlusstreffer und als die Berliner ihr 21. Tor erzielten, verschwand ein möglicher Erfolg aus dem Sichtfeld der HSG. Einmal mehr haben die HSG- Frauen das Publikum für sein Kommen belohnt, im Gegenzug gab es für den couragierten Auftritt Zuspruch aus den eigenen Reihen. Letztlich fehlte es aber an Konstanz und an Cleverness, weil in den entscheidenden Momenten die falschen Entscheidungen fielen.

Am kommenden Wochenende gibt es erst mal eine Auszeit – von der Liga, nicht vom Handball. Am Samstag reisen die HSG- Frauen nach Bad Liebenwerda, um dort mit dem VfB Doberlug-Kirchhain und dem SV Lok Rangsdorf um den Einzug in die Pokal-Endrunde zu spielen.

as

In unserer Galerie findet ihr die Bilder vom Spiel gegen den BFC. Vielen Dank an Christian Walter und Foto-Lächler!

 

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