31. Januar 2018

OOS-F: I. Frauen geben sich kämpferisch


TSG Wismar – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 24:19 (13:6)

Zugegeben: Es brauchte vorab viel Optimismus, um sich einen oder gar zwei Punkte für die HSG auszumalen. Ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse zeigt, wie heimstark die TSG Wismar in dieser Saison ist. Der Ausgang der Partie mag also für die wenigsten überraschend sein. Im HSG- Lager ließ nach dem Abpfiff trotzdem niemand den Kopf hängen. Obwohl das Spiel früh entschieden war, zeigten sich die Ahrensdorferinnen bis zum Ende couragiert.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Wismar übernahm mit dem Anpfiff die Kontrolle über das Spiel und führte bereits in der siebten Minute 5:0. Der Handvoll HSG-Anhänger schwante bereits böses. Nach und nach berappelten sich die Gäste, doch wegen des Blitzstarts der TSG wäre der Ausdruck “Aufholjagd” zu hoch gegriffen (9:3, 15’). Vor allem in der Offensive agierten die Ahrensdorferinnen unkonzentriert und zu hektisch. Ballverluste und halbherzige Torchancen waren die Konsequenz. Hinzu kam, dass die Gäste in der Anfangsphase nicht nur an der gegnerischen Abwehr scheiterten, sondern des öfteren auch am Torpfosten. Was vorne verloren geht, muss hinten eben verteidigt werden. Weil aber auch das nur mäßig gelang, war zur Halbzeit nur der 6:13-Rückstand drin.

Die vage Hoffnung, die Wismarer Dominanz könnte im zweiten Durchgang nachlassen, beantworteten die Gastgeberinnen zunächst mit einem klaren Nein. Ein Punktgewinn gegen den ehemaligen Drittligisten war für die HSG-Frauen bei weitem keine Pflicht, ein Spiel willenlos aufzugeben entspricht dennoch nicht den Ahrensdorfer Ansprüchen. Wenig beeindruckt vom zwischenzeitlichen 10-Tore-Rückstand (21:11, 42’) hielten die Gäste mit allem, was sie aufbringen konnten, gegen die sich anbahnende Niederlage. In der Defensive traten die Ahrensdorferinnen kompakter auf, spielten im Angriff geduldiger und bekamen zusätzlich Unterstützung von gegnerischer Seite, denn bei der TSG häuften sich nun die Fehler. Anders als in der ersten Halbzeit machten sich die Ahrensdorferinnen diese zu eigen und holten Tor um Tor auf. Der Sieg Wismars war außer Frage, aber über den Endstand von 24:19 konnte sich auf Seiten der HSG niemand beschweren.

Es kommen andere Mannschaften, gegen die sich die HSG behaupten muss. So zum Beispiel am Samstag, wenn die Füchse Berlin II in Ahrensdorf antreten. Das Hinspiel entschied die HSG mit 33:21 klar für sich, doch nachdem die Füchse acht Punkte aus den letzten fünf Spielen mitnehmen konnten, stehen sie nun direkt hinter den Ahrensdorferinnen auf Platz 8. Ein Selbstläufer wird die Partie also mit Sicherheit nicht.

as

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