7. März 2018

OOS-F: Selbst das grausigste Spiel ist nach 60 Minuten vorbei


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – Rostocker HC 21:32 (11:16)

Man beginnt bekanntlich mit dem Positiven: Egal wie verkorkst ein Handballspiel abläuft, nach 60 Minuten ist es vorbei. In der vergangenen Woche nutzten die Ahrensdorferinnen diese 60 Minuten für eine überzeugende Mannschaftsleistung. Gegen den Rostocker HC Allerdings waren zum Abpfiff alle im HSG-Lager froh über das Ende der Spielzeit.

Dabei verlief die Partie in der Anfangsviertelstunde durchweg ausgeglichen. Erst in einer Überzahl gelang es dem RHC, sich die erste nennenswerte Führung zu erspielen (8:11, 19’). Die Gastgeberinnen starteten also gar nicht so verkehrt in das Spiel. Aber schon früh machten sich die HSG-Frauen mit vielen Passfehlern selbst das Leben schwer und gestalteten ihr Angriffsspiel zu statisch. Folglich blieb den Ahrensdorferinnen nur der Versuch, die gegnerische Abwehr durch Einzelaktionen zu überwinden – mit mäßigem Erfolg. Die Gäste bewiesen diesbezüglich mehr Spielgeschick und erhöhten ihre Führung bis zur Halbzeit auf fünf Tore.

Während die Gastgeberinnen zu Spielbeginn noch auf Augenhöhe agierten, fanden sie im zweiten Durchgang nicht annähernd zu ihrer Normalform. Die erhoffte Aufholjagd nach dem Seitenwechsel blieb aus. Stattdessen erzielten die RHC-Spielerinnen ihren 17. Treffer (32’) und obwohl die zweite Halbzeit erst begonnen hatte, ließ sich an der Körpersprache der Gastgeberinnen ablesen: So richtig glaubten sie nicht an einen Erfolg. Anstatt auf dem Parkett Lösungen zu finden, haderten die Ahrensdorferinnen mit einer endlosen Reihe technischer Fehler. Auch in der Defensive verschonte sich die HSG nicht mit Patzern. Zu oft passte die Absprache nicht, als Resultat waren die Ahrensdorferinnen dann meist den entscheidenden Schritt zu spät. So standen spätestens in der 40. Minute (13:22) zwei Dinge fest: 1. Die HSG erwischte diesmal einen mehr als gebrauchten Tag und 2. der RHC würde die Partie für sich entscheiden.

Es gibt Spiele, die man am besten direkt nach dem Abpfiff aus dem Gedächtnis streicht. Das musste am Sonntag auch der TSV Hannover-Burgdorf erfahren, der in der Bundesligapartie gegen Göppingen deutlich unterlag (19:30). Hannovers Co-Trainer Iker Romero resümierte im Anschluss: “Besser einmal mit minus Elf verlieren als elfmal mit minus Eins.” Dem kann man nur zustimmen.

as

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