16. November 2019

VLN-F: den Tabellenführer fast zu Fall gebracht


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II – SV Union Neuruppin (8:11) 21:22

Unsere Speckies hatten die nach fünf Spieltagen noch ungeschlagenen Neuruppinerinnen am Rande einer Niederlage und verloren nach großem
Kampf denkbar knapp mit 21:22. Das war die dritte Niederlage im sechsten Spiel mit nur einem Tor. Es war von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe. Die HSG- Damen gingen nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Das sorgte für Sicherheit und Ruhe in der Mannschaft. Es wurde gut kombiniert und entweder die Rückraumspielerinnen konnten in freie Lücken stoßen oder es wurde über den Kreis kombiniert. So stand es in der fünften Minute 3:2. Das war anscheinend das Wecksignal für die Neuruppinerinnen und nach einem 3:0 Lauf konnte das Team auf 3:5 stellen. Doch an diesem Spieltag brachte sich unsere Mannschaft nicht durch leichte Fehler aus dem Rhythmus und spielte weiter Handball. Es war unser starker Rückraum der uns mit einem Tor nach schöner Einzelaktion wieder ins Spiel brachte. Und auch in den folgenden Minuten ließen sich die Blau- Gelben nicht abschütteln. Mehr als drei Tore konnten die Gäste nie vorlegen. Als wir in der 20. Minute auf 6:7 über Rechtsaußen verkürzten, nahmen die Gäste eine Auszeit. Das sollte aber nichts bringen, die HSG konnte danach auch noch den Ausgleich erzielen. In den folgenden Aktionen brachten die Gäste zwei Mal ihre Kreisläuferin ins Spiel, was die Schiedsrichter jeweils veranlasste, auf Siebenmeter zu entscheiden. Das brachte die HSG- Trainer derart in Rage, dass die Bank erst verwarnt wurde und sich Trainer Felix Koch danach eine Zwei- Minuten- Strafe einhandelte. Nicht gut für unser Team, denn wir waren schon dezimiert und nun musste die Mannschaft auch noch zu Viert über die Runden kommen. Nach den beiden Siebenmetern lagen wir mit 7:9 im Rückstand, zur Pause stand es dann 8:11. Dennoch, es bestand Hoffnung, dass in diesem Spiel noch etwas gehen könnte. Unsere Gegnerinnen machten für einen Tabellenführer erstaunlich viele leichte Fehler oder warfen ungenau aufs Tor. Leider konnten wir das in der ersten Halbzeit nicht genügend ausnutzen.

Die zweite Halbzeit begann turbulent. Diesmal waren es unsere Gäste, die sich durch zwei Zeitstrafen in Folge in doppelter Unterzahl beweisen mussten. Leider gelang das ziemlich gut, denn diese Phase endete 1:1. Aber, wir ließen keinen größeren Rückstand als zur Halbzeitpause zu. Nach 44 Minuten kämpften wir uns auf Unentschieden heran, es stand 15:15. Wer hätte das vor dem Spiel gedacht. Jetzt ging es hin und her und nach 55 Minuten stand es immer noch Unentschieden, 20:20. Es gelang uns nicht, die Unsicherheit der Neuruppinerinnen auszunutzen und auch mal in Führung zu gehen. Als wir beim Stand von 20:21 im Angriff den Ball durch ein Fehlabspiel verloren haben, fiel im Gegenzug das 20:22. Das war eine kleine Vorentscheidung. Es waren noch knapp zwei Minuten zu spielen. Die HSG konnte auf 21:22 verkürzen. Die Hallenuhr stand bei 59:26. Was für ein Krimi! Leider konnten wir in den letzten 30 Sekunden nicht mehr an den Ball kommen. Warum die Schiedsrichter die offensichtlich auf Zeitspiel agierenden Gäste gewähren ließen, bleibt deren Geheimnis.

Der Frust bei den HSG- Damen saß tief und ein weggeschlagener Spielball nach Abpfiff in Richtung Kampfrichtertisch wurde als vorsätzliche Unsportlichkeit mit Rot/Blau gewertet. Sicher zu hart, da sich beide Mannschaften zwar nichts schenkten, aber im Großen und Ganzen ein faires Spiel auf Augenhöhe ablieferten. Wenn Frust und Ärger über diese knappe Niederlage gegen starke Gegnerinnen in den nächsten Tagen umschlagen und in positive Energie verwandelt werden können, dann kommen auch wieder die Erfolgserlebnisse.

jl

Danke an Birgit Scholz für die Bilder vom Spiel!

 

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