27. September 2026

KOL-F: Schlechte erste Halbzeit kostet Punkte


HSV Falkensee II – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II 23:20 (15:6)

Als unsere Zweiten Frauen am vergangenen Sonntag zum Auswärtsspiel beim HSV Falkensee reisten, war allen bewusst, dass es kein leichtes Spiel werden würde. Doch Spielerinnen und Trainer waren motiviert, endlich einen Sieg gegen die Gastgeberinnen einzufahren – schließlich wartet man schon einige Jahre auf einen Sieg gegen den HSV.

Allerdings ist Motivation nicht alles. Während die Ahrensdorferinnen ziemlich nervös in die Partie starteten, nutzten die Gastgeberinnen jeden Fehler gnadenlos aus. Abstimmungsprobleme zwischen den Spielerinnen der HSG im Spielaufbau sorgten dafür, dass bereits in der fünften Minute beim Stand von 5:1 die Auszeit durch das Trainerteam genommen werden musste. So versuchten sie die Spielerinnen wachzurütteln, um endlich im Spiel anzukommen. Doch von Erfolg war dies eher wenig gekrönt. Eine löchrige Abwehr und wenig Druck im Angriff vergrößerten den Rückstand langsam (11:3, 20‘). Ein kurzer Hoffnungsschimmer, in dem die Ahrensdorferinnen den Abstand auf 6 Tore verringern konnten (12:6, 27‘), wurde von den gut aufgelegten HSV-Frauen bis zur Pause im Keim erstickt. So verabschiedeten sich die „Speckies“ mit einem 15:6 in die Pause.

Während der Halbzeit wurden Schwächen der ersten Hälfte klar angesprochen und Ziele formuliert: In der Abwehr als Mannschaft verteidigen und im Angriff endlich mehr Druck auf Falkensee ausüben. Ein 9-Tore-Unterschied zwischen beiden Mannschaften, wollte niemand akzeptieren. Trotz verhaltenem Start in die zweite Spielhälfte schafften es die HSG-Damen unter anderem durch einfache Tore über Außen den Abstand auf vier Tore zu verkürzen und zwangen damit den HSV-Trainer zu einer Auszeit (17:13, 42‘). Sollte hier etwa noch ein Wunder möglich sein?  Die Antwort der Gastgeberinnen lautete nach dem Time-Out: Nein! Binnen weniger Minuten stellten sie wieder einen 6-Tore Abstand her und zwangen die HSG erneut zur Auszeit (20:14, 46‘), denn Aufgeben war an diesem Sonntag keine Option. Die Mannschaft spürte trotz Rückstand, dass hier noch alles offen war. Nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, gab es recht schnell die Ernüchterung, als Falkensee in der 48. Minute das 22:14 erzielte. Doch wie erwähnt – das Spiel sollte nicht so einfach verloren gegeben werden – und so kämpften sich die „Speckies“ erneut Tor um Tor an Falkensee heran. Fünf Minuten vor Schluss zeigte die Anzeigetafel den Spielstand 22:19 und es war noch genug Zeit, um auch die restlichen drei Tore aufzuholen. Doch der Handballgott war nicht auf der Seite der Gelb-Blauen: zwei Pfostentreffer vom Siebenmeterpunkt und ein vergebener Konter hätten den Ausgleich bedeuten können – aber es blieb bis zum Abpfiff bei einem 3-Tore-Unterschied. Damit blieben die Fehler der ersten Halbzeit schwerwiegender als die vergebenen Chancen der zweiten Spielhälfte.

In einem hart umkämpften Spiel musste sich die HSG dem HSV Falkensee II knapp geschlagen geben. Doch da sie die zweite Halbzeit mit 8:14 für sich gewinnen konnten, stellte sich den Zuschauern und der Mannschaft die Frage: Was war in der ersten Halbzeit los und wie wäre das Spiel verlaufen, wenn man von Anfang an so aufgespielt hätte? Eine Frage, auf die es keine sichere Antwort gibt. Fakt ist: Wir freuen uns auf das Rückspiel und werden dort alles geben, um den lang ersehnten Sieg gegen Falkensee einzufahren.

Am kommenden Sonntag geht es für die „Speckies“ mit dem Pokalauswärtsspiel in Neuruppin weiter – Anpfiff ist 16:00. Der Ligabetrieb wird am 11.10.2026 13:30 in heimischer Halle gegen den HV Grün-Weiß Werder II fortgesetzt. Dort wollen die HSG-Frauen die nächsten Punkte der Saison sammeln und freuen sich über jede Unterstützung!

fk

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