11. Oktober 2026

KOL-F: Aufholjagd wurde kurz vor Schluss belohnt


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II – HV Grün-Weiß Werder II 26:24 (11:16)

Am vergangenen Sonntag gastierte die zweite Vertretung des HV Grün-Weiß Werder in der Ahrensdorfer Sporthalle. Während die Gäste mit einem Spiel weniger einen Platz über den „Speckies“ stand, wollten letztere Wiedergutmachung für das letzte Spiel leisten und in der Tabelle an Werder vorbeiziehen.

Das Spiel Zweiter gegen Dritter versprach im Vorfeld also einiges, jedoch erfüllten die Gelb-Blauen in der Anfangsphase der Partie die Erwartungen nicht. Ähnlich wie in den vergangenen Spielen verschliefen die Gastgeberinnen die ersten Minuten und zwangen die HSG-Trainer bereits in der sechsten Minute zur Auszeit (0:4). Technische Unzulänglichkeiten im Spielaufbau und eine schläfrige Defensive wurden kritisiert – die Mannschaft musste langsam im Spiel ankommen, um sich nicht komplett zu blamieren. Doch der „Hallo-Wach“-Effekt blieb noch lange aus und der Rückstand wurde trotz erster Tore für die HSG immer größer (4:12, 16‘). Alles sah an diesem Sonntag nach einem Debakel aus, obwohl man sich mit einer vollen Bank viel vorgenommen hatte. Doch dann ging die Formkurve langsam nach oben – während im Angriff Strukturen und Spielzüge erkennbar wurden, nahmen die Ahrensdorferinnen in der Abwehr nun endlich den Kampf an. Schnell wurde dir Grüne Karte bei den Gästen gezogen, um ein Aufbäumen der Gelb-Blauen zu verhindern (6:12, 21‘). In der Folge ging es im Gleichschritt weiter, bis eine Zwei-Minuten-Strafe bei Werder die Gastgeberinnen den Spielstand bis zur Halbzeitpause auf einen 5-Tore Rückstand (11:16) verkürzen lassen konnte.

Die Pausenansprache fiel entsprechend der Leistung in Halbzeit eins kritisch aus. Viele technische Fehler und ungenaue Torabschlüsse erschwerten den Speckies über weite Strecken das Spiel. Zum Glück stabilisierte sich die Abwehr in den letzten Spielminuten. Die vergangenen Partien haben gezeigt, dass die zweite Halbzeit oft unter einem besseren Stern stand und das musste man an diesem Tag auch beweisen, um nicht direkt am vierten Spieltag die Ernüchterung im Kampf um die Meisterschaft zu erhalten.

Die zweite Hälfte startete allerdings erst einmal wieder mit technischen Fehlern auf Seiten der Gelb-Blauen, doch es war im Gegensatz zum Spielbeginn Zug zum Tor zu erkennen, auch wenn oft der letzte Pass scheiterte. Beide Mannschaften erzielten Tore und schenkten sich auch in der Abwehr nichts. So war an Aufholjagd in den ersten Minuten noch nicht zu denken. Langsam, aber sicher schien sich die Partie nun jedoch zu drehen. Die HSG kämpfte sich Tor um Tor heran und so zog der Gästetrainer beim Stand von 17:20 (46‘) seine zweite Auszeit. Es lief noch nicht alles rund, allerdings zog man den Gästen mit einer gut aufgelegten Torhüterin und einer kämpfenden Abwehr immer wieder den Zahn, um mittels schnellem Umschaltspiel einfache Tore zu erzielen. Sechs Minuten später zwang das Ahrensdorfer Spiel Werder schlussendlich zur dritten Auszeit (21:21, 52‘). Nun war die Partie offen und die HSG-Damen im Aufschwung. Doch die Gäste hatten etwas dagegen und erkämpften sich fünf Minuten vor Schluss einen zwei-Tore-Vorsprung (22:24). Dass die Ahrensdorferinnen an diesem Tag Comeback-Qualitäten hatten sie in den letzten Minuten bereits durchblicken lassen. Daran änderte auch die Auszeit der Gäste nichts. Und so kam es, wie es kommen musste – die „Speckies“ gingen nach zwischenzeitlichem 8-Tore-Rückstand in der 58. Spielminute zum ersten Mal in Führung (25:24). Diese gaben sie dann auch nicht wieder her und gewannen am Ende sogar mit 26:24.

Ob dieser Sieg verdient oder glücklich war, bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Nun steht eine lange Pause an, bis es in vier Wochen im nächsten Heimspiel gegen den HSC Potsdam III wieder auf Punktejagd geht. In der Zwischenzeit arbeiten die Zweiten Frauen daran, den Fehlstartfluch in den Griff zu bekommen. Seid gespannt, ob es gelingt und unterstützt die „Speckies“ am 15.11. um 16 Uhr in heimischer Halle.

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