17. Oktober 2026

OLB-M: Höllenhunde kämpfen bis zum Schluss – hitzige Schlacht in Wildau


Bildquelle: torstens_sportphotography

HSV Wildau 1950 – Höllenhunde 29:24 (14:12)

Was für ein Handballabend in Wildau! Wer dieses Spiel von der Tribüne aus verfolgte, bekam eine Partie geboten, in der es an Spannung, Kampf und Emotionen definitiv nicht mangelte. Von Beginn an war zu spüren: Die Höllenhunde waren gekommen, um zu kämpfen.

Die Gastgeber erwischten zwar den besseren Start, doch die Höllenhunde ließen sich nicht abschütteln. Wildau legte vor – die Gäste antworteten. Immer wieder kämpften sich die Höllenhunde heran und hielten die Partie offen. Doch schon früh entwickelte sich ein Faktor, der sich durch den gesamten Abend ziehen sollte: Zeitstrafen. Immer wieder mussten die Höllenhunde in Unterzahl spielen. Kaum war die Mannschaft wieder komplett, folgte die nächste Zwei-Minuten-Strafe. Ein Rhythmus war dadurch nur schwer aufzubauen. Trotzdem blieb das Rudel dran. Wildau konnte sich zwischenzeitlich etwas absetzen, doch die Höllenhunde kämpften sich immer wieder zurück. Jeder Ball wurde umkämpft, jeder Treffer gefeiert und jeder Fehler des Gegners genutzt. Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel 14:12 für Wildau. Zwei Tore Abstand. Mehr nicht. Dieses Spiel war noch lange nicht entschieden.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst wenig. Wildau versuchte davonzuziehen, doch die Höllenhunde weigerten sich, den Anschluss zu verlieren. Dann wurde die Partie zunehmend hitziger. Weitere Zeitstrafen folgten – und schließlich musste ein Höllenhund nach einer roten Karte endgültig von der Platte. Wenige Minuten später dann der nächste Rückschlag: Die zweite rote Karte gegen die Höllenhunde. Von der Tribüne aus konnte man förmlich spüren, wie schwer die Aufgabe jetzt wurde. Zwei Spieler standen nicht mehr zur Verfügung, immer wieder ging es in Unterzahl und dazu ein Gegner, der jede Schwächephase ausnutzen wollte. Wildau zog auf 21:16 davon. Fünf Tore Rückstand.
Manch eine Mannschaft hätte sich an diesem Punkt ihrem Schicksal ergeben. Die Höllenhunde nicht. Tor für Tor kämpfte sich das Rudel zurück. Aus fünf Toren wurden vier. Dann drei. Und plötzlich stand es 23:21. Nur noch zwei Tore! Trotz aller Rückschläge war das Spiel wieder völlig offen. Auf der Tribüne war die Spannung greifbar. Die Höllenhunde warfen noch einmal alles hinein. Doch die vielen Unterzahlsituationen und der enorme Kraftaufwand machten sich in der Schlussphase bemerkbar. Wildau behielt die Ruhe und konnte sich noch einmal entscheidend absetzen. Als die Schlusssirene ertönte, stand ein 29:24-Sieg für den HSV Wildau auf der Anzeigetafel.

Das Ergebnis erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte dieses Abends. Die Höllenhunde mussten zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen und zwei rote Karten verkraften. Trotzdem kämpfte sich die Mannschaft immer wieder zurück und machte aus einem Fünf-Tore-Rückstand noch einmal ein Spiel. Am Ende reichte es nicht für Punkte. Aber eines konnte man von der Tribüne aus ganz deutlich sehen: Dieses Rudel hat bis zur letzten Minute gebissen.

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