26. April 2026

OLB-F: Was für ein Kampf! HSG feiert Punktgewinn wie einen Sieg


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HSV Falkensee 04 (9:14) 24:24

Die Rollen vor dem Heimspiel gegen den HSV Falkensee 04 waren eigentlich klar verteilt: Während die Gäste weiterhin im oberen Tabellendrittel mitmischen und aktuell Rang 3 belegen, kämpfen die Ahrensdorferinnen weiter darum, Abstand zu den unteren Tabellenregionen zu gewinnen. Umso größer war am Ende die Freude über den hart erkämpften Punktgewinn, der sich nach dem Spielverlauf beinahe wie ein Sieg anfühlte.

Dabei sprach in der Anfangsphase zunächst wenig für die Gastgeberinnen. Die Falkenseerinnen verteidigten von Beginn an äußerst robust und körperbetont und genau damit hatte die HSG zunächst große Probleme. Die Ahrensdorferinnen wirkten beinahe eingeschüchtert, fanden offensiv kaum Lösungen und leisteten sich zudem einige technische Fehler. Während die Falkenseeerinnen siegessicher auftraten und ihre Chancen nutzten, geriet die HSG früh deutlich ins Hintertreffen (0:7, 13‘). Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf eine klare Niederlage für die Ahrensdorferinnen hin.
Doch nach und nach kämpften sich die Gastgeberinnen dann doch in die Partie. Besonders über mehr Bewegung im Angriff und eine steigende Bereitschaft, die Zweikämpfe anzunehmen, fand die HSG angeführt von Sarah Tondera im Angriff langsam besser ins Spiel. Und auch die Abwehr stabilisierte sich zunehmend. Bis zur Pause gelang es den Ahrensdorferinnen immerhin, den Rückstand leicht zu verkürzen. Mit einem 9:14 ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Falkensee zunächst die spielbestimmende Mannschaft und baute den Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf sechs Tore aus (15:21, 47‘). Doch die HSG gab sich nicht auf. Stattdessen zeigte die Mannschaft Moral und kämpfte tapfer um jeden Ball und jedes Tor. Vor allem in der Schlussphase entwickelte sich eine beeindruckende Aufholjagd.
Schlüsselspielerinnen wie Julia Wunsch und Henrike Scholz übernahmen immer wieder die Verantwortung und hielten ihr Team mit wichtigen Treffern im Spiel. Während Falkensee zunehmend nervöser wurde, glaubte die HSG plötzlich wieder an ihre Chance. Als auch noch sieben Sekunden vor Schluss per Siebenmeter zum 24:24 ausgeglichen werden konnte, war der Jubel auf Ahrensdorfer Seite groß. Nach einem Spiel, das lange verloren schien, fühlt sich dieser Punktgewinn wie ein kleiner Sieg an, den sich die Mannschaft wirklich verdient hat.

Genau diesen Kampfgeist gilt es nun mit in die kommende Partie zu nehmen und gleichzeitig die eigenen Fehler konsequenter abzustellen. Denn am nächsten Spieltag wartet mit dem Finowfurter SV ein direkter Konkurrent aus dem unteren Tabellenfeld. Gegen den Mitaufsteiger der vergangenen Saison zählt auswärts eigentlich nur ein Sieg. Während der Punktgewinn gegen Falkensee eher als unerwarteter Bonus gewertet werden kann, wäre ein Erfolg in Finowfurt im Kampf um wichtige Tabellenpunkte von enormer Bedeutung.

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