18. September 2011

Gut aus der Affäre gezogen!

HSG_Forst_17.09

HSG_Forst_17.09

Eigentlich ist man bei der HSG mit Niederlagen nicht zufrieden, vor allem, wenn sie in Heimspielen passieren. Am Samstag sah die Situation, auch aufgrund der im ganzen Land erahnten Überlegenheit des Gastes aus Borgsdorf, nach dem Spiel etwas anders aus. Mit 22:29 (12:14) musste man sich am Ende zwar geschlagen geben, jedoch konnte man mit dem überzeugenden Auftreten der Mannschaft und der überschaubaren Tor-Differenz gut leben.

Dazu muss man wissen: Noch in der Saison 2007/2008 belegten die „Förster“ den letzten Platz in der Kreisliga. Nach dem Neustart des „Projektes Handball“ stieg das Team im Folgejahr mit einem Punkte- und Torverhältnis von 20:0 bzw. 341:164 in die Landesliga auf und besiegte auch dort „im Vorbeigehen“ alle Staffel- Kontrahenten (40:0, 694:324). Der Verein aus dem Norden der Hauptstadtregion sieht sich selbst „als eine echte Alternative zu den sich todlaufenden Berliner Handballmöglichkeiten“ und konnte so bis dato jedes Jahr neue talentierte Spieler für seine Idee begeistern.

Deshalb war es kaum verwunderlich, dass die Borgsdorfer im Vorfeld dieser Spielzeit von allen Handball-Experten die Favouritenrolle zugeschoben bekamen und alles andere, als eine verlustpunktfreie Saison eine Sensation wäre. Die Verantwortlichen halten auch nicht damit hinter dem Berg, in diesem Jahr den Durchmarsch in die Brandenburgliga anzupeilen und mittelfristig die Oberliga Ostsee-Spree als Ziel definiert zu haben.

Unter diesen Gesichtspunkten wussten die HSG-Akteure nicht so recht, was da am Samstag Nachmittag auf sie zukommen sollte. Auch die „volle Kapelle“ der Gäste machte im Vergleich zu den zehn Ahrensdorfern Eindruck. Die Ansprache von HSG-Trainer Leuendorf half aber anscheinend, den Respekt abzulegen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Außerdem wollte man den Start, wie vor Wochenfrist gegen Perleberg passiert, nicht verschlafen.

So markierten die Gastgeber auch gleich den ersten Treffer der Partie, der den lautstarken Rückhalt des Publikums von Beginn an sicherte. Über die Spielstände 3:3 und 7:9 und 9:11 konnten sich die Borgsdorfer nicht entscheidend absetzen und gerieten beim 12:11 sogar wieder in Rückstand. Unglückliche Abstimmungsfehler in der Defensive kosteten jedoch die durchaus mögliche Halbzeitführung. Beim Stand von 12:14 ging es in die Pause. Die Halbzeitansprachen der Trainer waren sicherlich unterschiedlich. Während die Ahrensdorfer dem bisherigen Spielverlauf zufrieden sein konnten, fielen bei den Gästen bestimmt kritischere Worte. So kamen diese deutlich gewillter aus der Kabine und zogen innerhalb weniger Minuten auf 13:20 davon. Die Leuendorf-Truppe verlor aber nicht ihren Mut, gab sich nicht auf und blieb über die Spielstände 17:24 und 20:27 einigermaßen dran. 22:29 lautete der Endstand der recht sehenswerten Begegnung.

Wenn die HSG-Sieben in den kommenden Partien eine ebenso engagierte Leistung erbringt, sollte der erste Punktgewinn nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mit der Gewissheit, den vermeintlich stärksten Gegner für´s erste hinter sich zu haben, kann die Jagd um die Punkte nun richtig losgehen! Bereits am Samstag in 2 Wochen (01.10.2011, 16:00 Uhr) begrüßt die HSG die Spielvereinigung „Rot-Weiß“ aus Werneuchen in der Ahrensdorfer Sporthalle.

mj


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