14. März 2026

OLB-M: Heimserie hält – HSG ringt Bad Liebenwerda in packendem Topspiel nieder


HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – HSV Bernauer Bären (16:15) 35:34

Heimspiel in Ahrensdorf gegen den HC Bad Liebenwerda und wie so oft versprach dieses Duell Spannung bis zur letzten Sekunde. Die Gäste sind bekannt für ihre kämpferische Spielweise und dafür, sich niemals aufzugeben. Zudem traf hier der Tabellendritte auf den Tabellenfünften, ein echtes Topspiel also. Für die HSG kam noch eine besondere Motivation hinzu: Seit 1 Jahr und 19 Tagen ist die Mannschaft zuhause ungeschlagen. Diese Serie sollte unbedingt weiter ausgebaut werden.

Die Höllenhunde starteten konzentriert und konnten direkt mit 2:0 in Führung gehen. Die Gäste ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und glichen im Gegenzug schnell zum 2:2 aus. Von diesem Moment an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams mit hohem Tempo nach vorne spielten. Gleichzeitig versuchten beide Abwehrreihen mit körperlicher Härte das Angriffsspiel des Gegners zu bremsen und mehrere Zeitstrafen bereits in der ersten Halbzeit waren die Folge. In dieser Phase wurde Mark Pastor im Tor der HSG immer stärker. Mit wichtigen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel und setzte immer wieder präzise Konterpässe auf Marius Paul, der an diesem Tag besonders treffsicher agierte. So konnte sich die HSG erstmals etwas absetzen: In der 27. Minute stand eine 16:13-Führung auf der Anzeigetafel. Trainer Kai Kischel nahm anschließend eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die letzten Minuten vor der Pause einzustellen.
Doch ausgerechnet danach verlor die HSG kurzzeitig den Faden. Bis zur Halbzeit gelang kein eigener Treffer mehr, während Bad Liebenwerda noch zweimal erfolgreich war. So ging es mit einem knappen 16:15 in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel intensiv und spannend. Nachdem die Gäste zunächst ausgleichen konnten, gelang den Höllenhunden ein starker 5:0-Lauf, der in der 38. Minute eine komfortable 22:17-Führung brachte. Doch wie bereits zu Beginn erwähnt: Bad Liebenwerda ist eine Mannschaft, die niemals aufgibt. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem nahezu jeder Treffer sofort beantwortet wurde. In der 48. Minute waren die Gäste wieder auf zwei Tore herangekommen, und das Spiel blieb geprägt von hohem Tempo und hart arbeitenden Abwehrreihen. Die Gäste ließen sich nicht abschütteln und schafften in der 58. Minute tatsächlich noch den Ausgleich.

Die letzten beiden Minuten wurden damit zur echten Crunchtime. Den erneuten Führungstreffer für die HSG erzielte Kapitän Marius Hoffmann, der einmal mehr eine starke Leistung zeigte und insgesamt 7 Tore beisteuerte. Anschließend warf die HSG alles in die Abwehr und verteidigte mit allem, was sie hatte. Nach einem Ballgewinn hatte die HSG in den letzten 25 Sekunden selbst die Chance, das Spiel endgültig zu entscheiden. Gegen die offensive Deckung der Gäste wurde ein freier Wurf herausgespielt, doch dieser fand leider nicht den Weg ins Tor. Bad Liebenwerda bekam noch einmal rund 15 Sekunden für den Ausgleich.
Die Höllenhunde verteidigten ein letztes Mal mit Mann und Maus und zwangen den Gegner zu einem schweren Abschluss, der am Brustkorb des Torhüters hängen blieb. Allerdings war beim Wurf noch ein Foul im Spiel, weshalb es noch einmal Freiwurf für die Gäste gab. Dieser wurde jedoch nicht mehr rechtzeitig ausgeführt. Theoretisch hätte es sogar noch einen direkten Freiwurf geben können. Ein Spieler der Gäste warf den Ball allerdings vor Frust am Ausführungsort auf den Boden, was von den Schiedsrichtern als Ausführung gewertet wurde. Damit war das Spiel beendet.

Aus Sicht der Gäste sicherlich ärgerlich und unglücklich, vielleicht auch strittig – doch für die HSG zählte in diesem Moment nur eines: der hart erkämpfte Heimsieg. Die Freude nach diesem packenden Duell war entsprechend lautstark in der Halle zu hören.
Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass sich die Höllenhunde das Leben nach der zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung selbst unnötig schwer gemacht haben. In dieser Phase fehlten im Angriff einige Minuten lang die Lösungen, was Bad Liebenwerda dankend nutzte. Eine Punkteteilung wäre am Ende sicherlich ebenfalls nicht unverdient gewesen, doch auch der Sieg der HSG ist absolut verdient.

Das Rückspiel in Bad Liebenwerda darf man sich jedenfalls schon jetzt vormerken. In deren lautstarker Halle wird die Mannschaft sicherlich auf Revanche hoffen. Für die HSG geht es bereits am kommenden Wochenende mit der nächsten großen Aufgabe weiter: Tabellenführer Altlandsberg kommt nach Ahrensdorf. Die Gäste reisen mit breiter Brust an und wollen einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Die Höllenhunde haben allerdings etwas dagegen und wollen ihre beeindruckende Heimserie weiter ausbauen. Dafür hofft die Mannschaft einmal mehr auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen.

rt

In unserer Galerie findet ihr die besten Bilder vom Spiel (hier klicken). Vielen Dank an FotoLächler!

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