OLB-M: Spiel zum Vergessen – HSG unterliegt nach turbulentem Spiel in Wildau
HSV Wildau 1950 – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (17:19) 34:31
Am vergangenen Sonntag stand das Auswärtsspiel in Wildau mit dem Ziel, an den Erfolg aus der Vorwoche anzuschließen, an. In der vorangegangenen Trainingswoche hatte sich die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst entsprechend vorbereitet und wollte die nächsten Punkte einfahren. Doch auf das, was an diesem Abend folgen sollte, konnte sich wohl niemand vorbereiten.
Wildau eröffnete die Partie mit dem ersten Treffer und setzte sich früh mit zwei Toren ab. Zusätzlich musste die HSG bereits in der Anfangsphase eine erste Zeitstrafe hinnehmen. Wie sich später herausstellen sollte, war das definitiv nicht die letzte an diesem Abend.
Trotz des holprigen Starts kämpften sich die Höllenhunde zurück ins Spiel. Beim 3:3 in der siebten Minute war der Ausgleich geschafft und fortan entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Partie. Wildau ging zwar immer wieder in Führung, doch die HSG antwortete prompt und stellte jeweils den Ausgleich her. Kurz vor der Pause gelang den Gästen schließlich erstmals selbst die Führung. Mit einem 17:19 aus Sicht der Heimmannschaft ging es in die Kabinen. Eine gute Ausgangslage, um im zweiten Durchgang ein kontrolliertes Spiel aufzuziehen.
Nach dem Seitenwechsel konnte die HSG den Vorsprung sogar auf drei Treffer ausbauen. Doch von diesem Moment an sollte sich das Spiel zunehmend in eine andere Richtung entwickeln. Die Höllenhunde mussten nun fast ausschließlich in Unterzahl agieren. Insgesamt 14 Zeitstrafen kassierte die HSG in dieser Partie – 10 davon allein in der zweiten Halbzeit. Teilweise wussten selbst beide Mannschaften nicht so recht, weshalb eine Hinausstellung ausgesprochen wurde. Dazu kamen weitere fragwürdige Pfiffe. Dennoch biss sich die HSG weiter ins Spiel und versuchte, sich spielerisch zu behaupten. Immer wieder gelang es, die Führung zu übernehmen oder zumindest den Anschluss zu halten.
Irgendwann kam jedoch der Bruch ins Spiel der Gäste. Dass nach diesem Spielverlauf auch die Nerven irgendwann blank liegen, war kaum verwunderlich. Vermeintlich sichere Tore wurden zurückgepfiffen, jede Aktion oder Nachfrage scheinbar sofort mit zwei Minuten bestraft, und selbst am Kampfgericht herrschte gelegentlich Unsicherheit, ob die Zeit nun laufen sollte oder nicht. Wenn selbst einer der erfahrensten Spieler im Team plötzlich nicht mehr sicher ist, ob eine Finte, die er seit über 35 Jahren ausführt, vielleicht doch ein Schrittfehler sein könnte, sagt das einiges über die Situation auf dem Feld aus. Phasenweise stand die HSG sogar mit nur drei Feldspielern auf der Platte und die Fassungslosigkeit war Spielern und Fans gleichermaßen anzusehen.
Doch bleiben wir sportlich: Die Leistung der Heimmannschaft soll an dieser Stelle keinesfalls geschmälert werden. Wildau nutzte die sich bietenden Räume konsequent, fand immer wieder Lücken und verwandelte sicher. Zudem erwischten die Torhüter der HSG an diesem Abend keinen ihrer besseren Tage. In der Schlussphase traf Wildau schließlich in den entscheidenden Momenten und sicherte sich so am Ende den 38:33-Heimsieg.
Zusammenfassend bleibt es ein Tag zum Vergessen. Bereits im Vorfeld musste das Spiel aufgrund von Problemen mit der Hallenbeleuchtung auf einen Sonntag verlegt werden und selbst während der Partie funktionierte diese noch immer nicht einwandfrei. Am Ende blieb das Gefühl, dass unter diesen Umständen wohl auch weitere 60 Minuten kaum zu einem anderen Ergebnis geführt hätten.
Für die Höllenhunde heißt es nun: abschütteln und nach vorne schauen. Am kommenden Samstag steht das nächste, ebenfalls verlegte, Spiel an. Dann gastiert der HC Bad Liebenwerda in Ahrensdorf. Der aktuell Tabellenfünfte ist traditionell ein unangenehmer Gegner und wird der HSG wieder alles abverlangen. Doch eines ist sicher: Die Höllenhunde werden alles daransetzen, diesmal wieder die Punkte in Ahrensdorf zu behalten.
rt

#fairplay
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