11. April 2026

OLB-M: Bittere Niederlage in Bad Freienwalde – HSG lässt zu viele Chancen liegen


SV Jahn Bad Freienwalde – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (14:16) 29:27

Nach längerer Pause stand für die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst wieder ein Spieltag an und es ging auswärts zum aktuell Tabellenletzten nach Bad Freienwalde. Die Ausgangslage schien auf dem Papier klar, doch jeder, der schon einmal dort gespielt hat, weiß: In dieser lauten Halle sind Punktgewinne alles andere als selbstverständlich. Die Heimmannschaft würde alles reinwerfen, um wichtige Zähler im Abstiegskampf zu holen. Entsprechend gewarnt gingen die Höllenhunde in die Partie. Für sie galt es, von Beginn an die richtige Einstellung zu zeigen und früh die Kontrolle zu übernehmen.

Und genau das gelang zunächst auch. Die HSG startete konzentriert, spielte ihre Angriffe sauber aus und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Über Zwischenstände von 1:4 und 4:8 setzten sie sich früh ab und lagen in der 10. Minute komfortabel vorne.
Doch Bad Freienwalde zeigte, warum man sie trotz Tabellenplatz keinesfalls unterschätzen darf. Mit viel Gegenwehr und Unterstützung von den Rängen kämpften sich die Gastgeber zurück ins Spiel, glichen aus und gingen in der 22. Minute sogar mit 12:11 in Führung.
Die Antwort der HSG ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Mit einem starken 4:0-Lauf wurde das Spiel wieder gedreht (12:15, 27‘). Dennoch gelang es nicht, sich erneut entscheidend abzusetzen. Stattdessen entwickelte sich genau das Spiel, das man eigentlich vermeiden wollte: eng, intensiv und bis zum Schluss offen. Mit einer knappen 16:14-Führung ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin hart umkämpft. Bereits nach zwei Minuten gelang Bad Freienwalde der Ausgleich, und fortan entwickelte sich ein ständiges Hin und Her. Jeder Führungstreffer der HSG wurde prompt beantwortet.
In der 47. Minute gingen die Gastgeber erneut in Führung (24:23) und erhöhten damit den Druck auf die Höllenhunde. Zwar gelang es der HSG in der 50. Minute noch einmal auf 26:25 anzuknüpfen, doch dieser Treffer sollte für die HSG der letzte aus dem Spiel heraus bleiben.
Die HSG tat sich zunehmend schwer damit gute Abschlüsse herauszuspielen und wenn sich doch eine Gelegenheit bot, wurde diese nicht genutzt. Durch zwei verwandelte Siebenmeter konnte das Spiel rund drei Minuten vor Schluss doch noch einmal ausgeglichen werden. Die Offensivprobleme blieben bei den Ahrensdorfern jedoch bestehen. Bad Freienwalde nutzte dies, ging erneut in Führung und brachte diese über die Zeit (29:27, Endstand). Dass ein möglicher Ausgleichstreffer kurz vor Schluss wegen Übertritts zurückgepfiffen wurde, passte irgendwie ins Bild dieses gebrauchten Abends.

Am Ende steht eine verdiente Niederlage, die vor allem auf die schwache Chancenverwertung im Angriff zurückzuführen ist. Defensiv konnte die HSG phasenweise überzeugen, doch ohne die nötige Effizienz vorne lassen sich solche Spiele nicht gewinnen.
Nun stehen erneut zwei Wochen Pause an, die intensiv genutzt werden müssen. Denn danach wartet direkt das nächste Highlight: das Topspiel gegen Teltow. Das Hinspiel endete in einem packenden Remis – und eines ist sicher: Beim Derby ist Spannung und Stimmung garantiert.

rt

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