21. Februar 2026

OLB-M: Gebrauchter Abend in Brandenburg – HSG verschläft den Start


SV Brandenburg-West – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (18:10) 33:24

Schweres Auswärtsspiel in Brandenburg: Körperlich robuster Gegner, enorme Heimstärke – und zusätzlich die bekannte Herausforderung ohne Haftmittel. Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst war gewarnt, hatte sich in der Trainingswoche gezielt vorbereitet und wollte mit Disziplin und klarer Struktur auftreten.

Beim Anpfiff war davon allerdings wenig zu sehen. Der Start geriet komplett daneben. In der Abwehr fehlte die Spannung, im Angriff häuften sich technische Fehler und unpräzise Abschlüsse. Brandenburg nutzte das eiskalt aus und zog schnell davon. Nach nicht einmal neun Minuten stand ein ernüchterndes 8:1 auf der Anzeigetafel. Trainer Kischel sah sich früh zur Auszeit gezwungen, um seine Mannschaft wachzurütteln.
Zwar fanden die Würfe anschließend etwas häufiger den Weg ins Tor, doch defensiv blieb die HSG ohne Zugriff. Brandenburg spielte konsequent, traf weiter nach Belieben und erhöhte in der 25. Minute erstmals auf einen Neun-Tore-Abstand. Auch die Torhüter konnten an diesem Abend keine entscheidenden Akzente setzen. Eine unglückliche, aber vertretbare rote Karte gegen die HSG verschärfte die Situation zusätzlich.
Als Brandenburg dann auch noch mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit aus weiter Entfernung traf, war der Tiefpunkt erreicht. Mit einem 18:10 ging es in die Kabine – eine Halbzeit zum Vergessen.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Höllenhunde ein anderes Gesicht zeigen – und für einige Minuten gelang das auch. Die Abwehr stand nun deutlich stabiler, Ballgewinne wurden provoziert und vorne konsequenter abgeschlossen. Tor um Tor wurde aufgeholt und in der 38. Minute war die HSG beim 20:16 plötzlich wieder in Schlagdistanz.
Doch der Lauf hielt nicht lange an. Der Fokus driftete weg vom eigenen Spiel, es wurde zu viel mit Nebensächlichkeiten gehadert. Brandenburg nutzte diese Phase und setzte mit einem 4:0-Lauf wieder ein klares Zeichen. Der enorme Vorsprung war zurück – und diesmal ließ sich die Heimmannschaft diesen nicht mehr nehmen.
Am Ende stand eine deutliche und auch in der Höhe verdiente 33:24-Niederlage auf der Anzeigetafel. Mit so einer Leistung und Körpersprache über weite Strecken – insbesondere in der ersten Halbzeit – gewinnt man in dieser Liga kein Spiel. 33 Gegentore auswärts sind schwer aufzuholen, wenn offensiv nicht über 60 Minuten die nötige Präzision und Konsequenz vorhanden ist.

Glückwunsch an Brandenburg zum verdienten Sieg – und gute Besserung an den verletzten Spieler.

Für die Höllenhunde gilt es nun, die Niederlage schnell abzuhaken und die richtigen Lehren zu ziehen. Bereits am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen die Reserve aus Cottbus an. Nicht nur deren aktueller Lauf ist Warnung genug – auch das verlorene Hinspiel sollte Motivation für die HSG sein. Will sie wieder punkten, braucht es ein anderes Gesicht. Mehr Präsenz, mehr Klarheit – und vor allem 60 Minuten konzentrierten Handball.

rt

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