OLB-M: Reaktion gezeigt – HSG bezwingt Cottbus in temporeichem Offensivspektakel
HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – Lausitzer HC Cottbus II (20:15) 39:34
Heimspiel in Ahrensdorf gegen die Reserve des Lausitzer HC Cottbus – ein Gegner mit einer spannenden Mischung aus jungen, athletischen Talenten und erfahrenen Kräften. Das Hinspiel hatte die HSG verloren, zudem sollte die Niederlage aus Brandenburg dringend wiedergutgemacht werden. Die Zielsetzung war also klar: anderes Gesicht zeigen und die Punkte in der heimischen Halle gut verteidigen. Und diesm mal war die HSG vom Anpfiff an hellwach.
Die Heimmannschaft eröffnete die Partie mit einem Doppelschlag und stellte früh auf 2:0. Das Spiel entwickelte sich direkt zu einem offenen Schlagabtausch mit viel Tempo auf beiden Seiten. Beim 5:5 in der achten Minute konnte Cottbus noch einmal ausgleichen, doch anschließend übernahmen die Höllenhunde das Kommando.
Mit einem starken 7:2-Lauf setzte sich die HSG auf 12:7 (15‘) ab und zwang die Gäste zur Auszeit. Zwar verkürzte Cottbus danach noch einmal auf drei Tore, doch die Antwort der Heimmannschaft folgte prompt. Erneut zog sie auf sechs Tore Abstand davon. Bis zur Pause behielt die HSG die Kontrolle und ging mit einer verdienten 20:15-Führung in die Kabine.
Die Devise für die restlichen Spielminuten war klar: nicht nachlassen. Denn eines war sicher – das Tempo der jungen Lausitzer würde nicht geringer werden. Und tatsächlich blieb die HSG am Drücker. Der Vorsprung wuchs weiter, weil insbesondere der Rückraum das Spiel hervorragend lenkte. Immer wieder wurde die gegnerische Abwehr in Bewegung gebracht, Lücken wurden attackiert, Würfe sicher verwandelt oder der Kreis stark eingesetzt. Auch beide Außen zeigten sich treffsicher, sodass die HSG offensiv in ihrer gesamten Breite gefährlich war. Tor um Tor zog die Heimmannschaft davon und in der 43. Minute stand es 32:23. Erneut Auszeit Cottbus.
Doch dann verlor die HSG etwas den Faden. Technische Fehler und unkluge Entscheidungen im Angriff luden die Gäste zu schnellen Gegenstößen ein. Plötzlich verkürzte Cottbus auf 34:29 (50‘) und das Spiel bekam noch einmal Spannung. Die Höllenhunde blieben jedoch ruhig, fanden zurück zu ihrer Struktur und brachten den Vorsprung letztlich souverän ins Ziel. Am Ende stand ein verdienter 39:34-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
Die Anzahl der Tore zeigt deutlich, was dieses Spiel prägte: Tempo, Mut nach vorne und immer wieder auseinandergezogene Abwehrreihen auf beiden Seiten. Sinnbildlich dafür war, dass viele Paraden der Torhüter freie Würfe betrafen. Dennoch ergänzte sich das HSG-Torhütertrio hervorragend:
Der erste Keeper sorgte über weite Strecken mit wichtigen Paraden für Stabilität, der zweite zeigte sich nervenstark bei den Siebenmetern und der dritte brachte in der Schlussphase noch einmal die nötige Ruhe ins Spiel, um den Sack endgültig zuzumachen.
Offensiv darf man absolut zufrieden sein, auch wenn die magische 40-Tore-Marke erneut knapp verpasst wurde. Trainer Kischel dürfte das mit einem leichten Schmunzeln registriert haben.
Defensiv traf genau das ein, was zu erwarten war: Die schnellen und athletischen Cottbusser waren schwer zu stoppen. In den entscheidenden Phasen bekam die HSG sie jedoch unter Kontrolle. Hier und da hätte man sicher noch etwas konsequenter zupacken können aber das ist dann wieder Stoff für die kommenden Trainingseinheiten.
Durch den Sieg klettert die HSG auf Tabellenplatz 2. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel in Wildau die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Dort gab es in den vergangenen Jahren immer wieder packende Duelle und gegen die offensivstarke Mannschaft wird es erneut eine stabile und konzentrierte Abwehr brauchen.
rt
In unserer Galerie findet ihr die besten Bilder vom Spiel (hier klicken). Vielen Dank an FotoLächler!

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